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Was tun, wenn eine Plutoniumdioxidwolke Deutschland erreicht?

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25.03.11, 13:23:48

55555

geändert von: 55555 - 25.03.11, 14:41:38

Wie wir inzwischen wissen ist in geringem Ausmaß bereits Radioaktivität in Europa angekommen. Das jetzige Ausmaß ist (vorbehaltlich der seit Tagen teils katastrophal schlechten und widersprüchlichen Informationslage) wohl nicht ernsthafter bedrohlich.
Zitat:
Reaktorblock 3 wird zum Ernstfall

Für das Krisenmanagement im Block 3 der havarierten Anlage wird die Zeit knapp: Die Behörden gehen jetzt von einer erheblichen Schädigung des Reaktors aus. Dies könnte auf eine Zerstörung von Brennelementen hindeuten.

Aktuelle Quelle

Was also, wenn dieser Block tatsächlich auch massiv undicht wird, was vor einigen Tagen ja schonmal vermutet und dann wieder dementiert wurde, soweit ich mich entsinne? In diesem Block sind MOX-Brennelemente vorhanden, die offenbar Plutoniumdioxid enthalten, zu welchem es bei Wikipedia derzeit lapidar heißt:
Zitat:
In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.

Quelle

Allgemein für Plutonium gilt:
Zitat:
Viel gefährlicher als die chemische Wirkung ist seine Radioaktivität, die Krebs verursachen kann. Bereits die Inhalation von 40 Nanogramm 239Pu reicht aus, um den Grenzwert der Jahres-Aktivitätszufuhr für Inhalation bei Arbeitern zu erreichen. Diese Menge ist so winzig, dass die Giftigkeit von Plutonium noch gar nicht zum Tragen kommen kann.[49] Zur sicheren Entstehung von Krebs reicht vermutlich eine Menge von einigen Mikrogramm aus. Die von Plutonium 239Pu ausgesendete α-Strahlung wird durch die oberste Hautschicht aus abgestorbenen Zellen abgeschirmt. Diesen Schutz gibt es nicht bei Inkorporation, beispielsweise Inhalation von Plutonium enthaltendem Staub, oder durch verunreinigte Nahrung. Diese unterschiedliche Wirkung kommt aufgrund der geringen Reichweite der mit dem umgebenden Material stark wechselwirkenden α-Strahlung zustande.

Quelle

Ich denke es ist sinnvoll sich jetzt Gedanken zu machen, was zu tun wäre, wenn diese Substanz durch die Luft ähnlich der bisherigen Ströme verteilt würde. Nicht, daß das passieren muß, aber wenn es tatsächlich zu soetwas kommen sollte, sollte man vielleicht diese Überlegungen abgeschlossen haben. Was meint ihr?

Edit: Zum jetzigen Zeitpunkt keine Jodtabletten einnehmen!

Edit2:
Zitat:
Durch den messbaren Zerfall haben radioaktive Partikel die Eigenschaft, sich in der Atmosphäre sehr gut nachweisen und zuordnen zu lassen. So können Forscher auch heute noch die in den 1950er- und 1960er-Jahren unternommenen überirdischen Atombombenversuche mit Proben aus der Luft belegen. Cäsium 137 aus Tschernobyl ist in stark verdünnter Form ebenfalls heute noch in der Ostsee nachzuweisen, in der Nordsee dagegen schon nicht mehr.
Experten rechnen damit, dass eine radioaktive Wolke aus Japan nach Russland getrieben wird. Die russische Wetterbehörde teilte mit, dass eine Wolke mit Cäsium Cs-137-Partikel schon Ende dieser Woche das Kurilen-Archipel erreichen könnte. Die Konzentration von radioaktiven Elementen sei allerdings nicht schädlich für die menschliche Gesundheit.
Islands Strahlenschutzbehörde IRSA bestätigte den Nachweis von radioaktivem Jod, das vermutlich aus dem Unglücksreaktor stammt. Die Mengen seien ungefährlich für den Menschen, sagt ein Sprecher. Nach Ansicht von Experten machen die um die Welt kreisenden radioaktiven Partikel einen Bruchteil der in der Atmosphäre natürlich vorkommenden Strahlung aus.
Auch interessant:
Zitat:
Bei zwei Touristen aus Japan wurden bei einer China-Reise erhöhte Strahlenwerte festgestellt. Laut der zuständigen Behörde lagen die diese bei dem Paar bei ihrer Ankunft in Wuxi deutlich über den Grenzwerten. Genaue Zahlen wurden nicht mitgeteilt. Die aus Tokio stammenden Touristen sollen sich nicht in der direkten Umgebung des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi aufgehalten haben. Sie wurden medizinisch behandelt und hätte kein Strahlenrisiko für andere Menschen dargestellt, hieß es.

Quelle
25.03.11, 19:43:50

zoccoly

So bitter es ist, ich denke, man kann nicht viel machen.
Man könnte sich mit Konserven, Nudeln....bevorraten, um nicht neues "Zeug" kaufen zu müssen, aber irgendwann ist das auch alles aufgebraucht.
Schon jetzt wird im Einzelhandel (vor Japan) zum Teil umetikettiert, um eine andere Herkunft der Erzeugnisse vorzutäuschen.
Für die Erwachsenen in Deutschland werden eventuell gar keine Folgen zu erwarten sein, problematisch kann es für Kleinkinder werden.
Mich erinnert das alles sehr stark an Tschernobyl.
Auch da gibt es nach meiner Kenntnis keine offiziellen Studien über gesundheitliche Auswirkungen in Deutschland.
Die mich aber wahnsinnig interessieren würden.
Was auffällt ist, dass Kinder die Ende 1984 und im Jahr 1985 geboren wurden, gehäuft sehr seltene z.T. nicht erforschte Krankheiten haben. (nur eigene Beobachtung)
Sie waren zum Zeitpunkt von Tschernobyl gerade auf ihre erste feste Nahrung umgestellt.
25.03.11, 20:12:53

55555

Was ich mir vorstellen kann ist, daß es sinnvoll sein kann je nach Lage in Häusern zu bleiben, solange die Substanz besonders in der Luft vertreten sein könnte. Das meiste wird sich dann ja irgendwann absetzen als Staub?
25.03.11, 20:20:53

Le corbeau

Ich denke auch, dass man da nicht viel machen kann.
Essen und trinken musst du und Hamsterkäufe von Wasser und Lebensmitteln halten nur eine begrenzte Zeit - spätestens wenn alles aufgebraucht ist, müssen dann frische und ggf. belastete Sachen gekauft werden.
Man kann natürlich zunächst einmal in geschlossenen Räumen bleiben oder, wenn man draußen ist, versuchen, keine Stäube einzuatmen und nichts auf die Haut zu bekommen, sprich: Staubmaske, nicht barfuß laufen, langärmlige Kleidungsstücke etc.
Aber viel mehr wirst du wahrscheinlich nicht dagegen machen können.

Ich mache mir da ehrlich gesagt nicht mehr viele Gedanken drum - jetzt ist das Unglück leider passiert und ändern kann ich auch nichts dran, egal ob ich mich jetzt verrückt mache oder nicht...
Wenn die Leute vernünftig wären, würden sie erst gar nicht mit irgendwelchen Sachen herumpfuschen, die sie nicht kontrollieren können und die im Unglücksfall Auswirkungen auf Millionen Menschen haben. Aber es ist offenbar wie bei kleinen Kindern, die trotz Warnungen immer so lange mit dem Feuer spielen, bis sie sich verbrennen - und dann wird gejammert. Nur das in diesem Fall leider die Auswirkungen schlimmer sind.
25.03.11, 20:26:17

zoccoly

geändert von: zoccoly - 25.03.11, 20:27:40

@ 55555

Das wäre eine Maßnahme die eventuell beruhigt und mit Sicherheit auch sinnvoll ist, wenn die Substanzen in der Luft noch eine höhere Konzentration aufweisen würden, was aber durch die Entfernung sehr unwahrscheinlich ist.
Falls dieser Fall aber eintreten sollte, würde sich der Staub auch auf die Felder absetzen, dann hätten wir wieder das Problem der Nahrung.
Hier sehe ich die Hauptgefahr, auch wenn Deutschland jetzt die Einfuhr aus Japan überprüft, dann heißt es ja noch lange nicht, dass wir keine verstrahlten Lebensmittel erhalten, denn genug andere Länder werden unmittelbar davon betroffen sein und wenn es nicht direkt gehen sollte, dann geht es oftmals über Drittländer.
25.03.11, 20:59:50

55555

Sind jemandem von euch schon Angaben über den Weg gelaufen wieviel von welchen Substanzen in diesem Reaktor vorhanden sind und wieviel vielleicht noch in gefährdeten Abklingbecken?
25.03.11, 21:25:42

Le corbeau

Es gab vor drei Tagen wohl eine Pressekonferenz und offenbar hat da niemand so wirklich eine Ahnung, wieviel Plutonium sich zur Zeit noch in den Brennstäben oder wo auch immer befindet...
Sofern da tatsächlich irgend jemand Bescheid wissen sollte, wieviel Uran, Plutonium und was auch immer zur Zeit in diesem Reaktor sind, könnte ich mir vorstellen, dass das im Moment erst einmal geheim gehalten wird um Panik zu verhindern oder das Ganze noch als nicht ganz so schlimm darzustellen.
25.03.11, 21:55:57

Fundevogel

geändert von: Fundevogel - 25.03.11, 22:02:51

Heute im Radio gehört, dass "Die Simpsons"-Sendungen, die sich mit Verstrahlung und der beruflichen Tätigkeit von Homer in einem Atomkraftwerk befassen, zensiert sind, indem sie zur Zeit nicht "ausgestrahlt" werden dürfen?!

In Tschernobyl rieten Wissenschaftler eindringlich, in einem Umkreis von 200 km keine Landwirtschaft mehr zu betreiben, um die Verstrahlung durch die Nahrungskette stark einzuschränken. Diese Grenze wurde aus politschen Gründen auf 30 km festgelegt.
Guten Appetit!
26.03.11, 00:11:33

55555

Auch in deutschen AKW wurden MOX-Brennelemente genutzt, hier findet sich eine Tabelle über jährliche Zuladungen http://de.wikipedia.org/wiki/MOX-Brennelement

Laut dieser Angaben bleiben die Elemente vier Jahre im Reaktor. Pro Jahr wurden so wie ich es verstehe Brennelemente mit dem Gewicht von bis zu 19,5t zugeladen (Grundremmingen als leistungstärkstes deutsches AKW, das derzeit mit 2 Blöcken in Betrieb ist nachdem der älteste Block bei einem Störfall 1977 geschrottet wurde). Auf http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Gundremmingen steht zu lesen, daß in einem der dortigen Reaktoren 136t Kernbrennstoff enthalten werden. Block 3 in Fukushima hat nur etwa die halbe Leistung, wird also vielleicht 68t MOX-Brennelemente enthalten. Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Fukushima-Daiichi befinden sich im Reaktor von Block 3 548 Brennelemente, die aus je 60 Brennstäben bestehen und ca. 170kg wiegen. Im Abklingbecken von Block 3 befindet sich nochmal fast diese Menge zusätzlich. Das zusammen macht bei zusammen 1062 Brennelementen um die 180t Material. Davon sollen wohl ca. 5% Plutoniumdioxid sein, wobei die Menge im laufenden Betrieb abnimmt. Wir haben es also mit einer Menge von vielleicht 9t der Plutoniumverbindung zu tun.
Zitat:
Die Inhalation von 40 Milliardstelgramm Plutonium 239 genügt, um eine akute Strahlenbelastung von 15 Sievert im Körper zu verursachen. Dann kommt es zu einer schweren Strahlenkrankheit (siehe Kasten links), die innerhalb weniger Tage tödlich endet. Zudem ist Plutonium 239 ein hochgiftiges Schwermetall, das sich in Knochen festsetzen kann, und eines, das erst nach 24.110 Jahren zur Hälfte zerfallen ist.

Quelle

Etwas relativierend wirkt dies:
Zitat:
Durch oberirdische Kernwaffentests wurden von 1945 bis 1980 etwa 3 bis 5 t[14] freigesetzt, die in Spuren weltweit nachweisbar sind. Weitere Mengen wurden bei Unfällen mit Kernwaffen und in entsprechenden Laboratorien, einem Satellitenabsturz mit enthaltener Plutoniumdioxid-Batterie und von der Wiederaufarbeitungsanlage von Sellafield in die Umwelt gebracht. Der Großteil des bei der Reaktorkatastophe von Tschernobyl entwichenen Plutoniums blieb in einem Umkreis von 100 km um den Reaktor.

Quelle
26.03.11, 11:47:33

55555

geändert von: 55555 - 26.03.11, 11:48:30

Manche meinen offenbar zu ahnen, daß diese Wolke 3 Tage über uns hängen könnte, weil es prophezeit wurde. Der Korrektheit halber möchte ich anmerken, daß sich dieser per Stille Post weitergetragene Wissensfetzen wohl auf die Prophezeiungen des Herrn Irlmaier bezieht, die ich für diese Situation nicht als passend verstehe. Aber dazu kann sich jeder selbst ein Bild machen, sofern er weltanschaulich soetwas überhaupt erwägen möchte:
Zitat:
Im Zweiten Weltkrieg standen die Menschen bei ihm Schlange. Verzweifelt zeigten sie ihm Fotos von Söhnen und Ehemännern: Lebten sie noch? Sah Irlmaier den Vermissten nur schemenhaft, war er tot. Oft wandte er sich da ab: „Dua’s weg, des Buidl, i ko’s nimmer sehng! Der arme Mensch!“ Immer mehr Leute wandten sich an Irlmaier, er half sogar, Mordfälle aufzuklären. Einmal starb ein Mann, er wurde beerdigt, an einem natürlichem Tod gab es keinen Zweifel. Irlmaier aber forderte, die Leiche zu exhumieren. Grund: Er hatte die Vision von Tabletten im Darm des Toten und von einer schwarzhaarigen Frau, die schuld an dem Tod war. Die Leiche wurde wieder ausgegraben – tatsächlich fand man in ihr Spuren von Arsen. Die Geliebte hatte den Mann er mordet.

In einem weiteren Mordfall war die Leiche verschwunden. Irlmaier beschrieb den Ermittlern genau den Ort, wo sie vergraben lag: „Da liegt er mit der silbernen Platte im Bauch.“ Der Tote wurde gefunden – tatsächlich trug er im Bauch eine silberne Platte. Selbst General Clay, Chef der US-Besatzungszone in Deutschland, soll Rat bei Irlmaier gesucht haben – und sogar Konrad Adenauer ! Der Freilassinger Wachtmeister soll davon ganz schockiert gewesen sein: „Womit müssen wir noch alles rechnen, wenn selbst der Kanzler den verrückten Hund besucht?“

Schier unglaublich aber ist die Tatsache, dass Irlmaiers seherische Fähigkeiten sogar vor Gericht bestätigt wurden! 1947 musste er sich vor dem Amtsgericht Laufen wegen „Gaukelei“ verantworten. Irlmaier sagte zum Richter: „Ihre Frau ist jetzt grad daheim. Ein rotes Kleid hat’s an, und a Herr ist bei ihr. Lassen’s nachschauen, ob’s stimmt.“ Es stimmte! Wörtlich lautete dann auch das Urteil: „Die Vernehmung der Zeugen hat so verblüffende Zeugnisse über die Sehergabe des Angeklagten erbracht, dass dieser nicht als Gaukler bezeichnet werden kann.“

[...]

1928 soll Alois Irlmaier seine ersten Visionen gehabt haben. Von 1947 bis 1957 beschrieb der brave Brunnenbauer immer wieder eine sich anbahnende Katastrophe: Der 3. Weltkrieg stehe bevor und damit „verheerende nukleare und chemische Schläge“.
Das Magazin Stern unterstellte ihm wegen dieser Veröffentlichungen damals Profilierungs- und Gewinnsucht – obwohl Irlmaier nie Geld für seine Seher-Dienste annahm. Die tz dokumentiert hier noch einmal einige seiner unheimlichen Weissagungen:

* „Alles ruft Friede, Schalom! Da wird’s passieren. Ein neuer Nahostkrieg flammt plötzlich auf, große Flottenverbände stehen sich im Mittelmeer feindlich gegenüber – die Lage ist gespannt. Aber der eigentliche zündende Funke wird im Balkan ins Pulverfass geworfen: Ich sehe einen ,Großen‘ fallen, ein blutiger Dolch liegt daneben. Dann geht es Schlag auf Schlag. Zwei Männer bringen einen dritten Hochgestellten um. Sie sind von anderen bezahlt. Dann ist Krieg.“
* „Dem Krieg voraus geht ein fruchtbares Jahr mit viel Obst und Getreide. Ich sehe ganz deutlich drei Zahlen, zwei Achter und einen Neuner. Was das bedeutet, weiß ich nicht, eine Zeit kann ich nicht sagen. Ganz schwarz kommt eine Heersäule herein von Osten. Es geht alles sehr schnell. Einen Dreier seh’ ich, weiß aber nicht, sind’s drei Tage oder drei Wochen.“
* „Augenblicklich kommt die Rache über das große Wasser. Zugleich jedoch fällt der Gelbe Drache in Alaska und Kanada ein. Jedoch kommt er nicht weit. Ich sehe die Erde wie eine Kugel vor mir, auf der nun die weißen Tauben heranfliegen, eine sehr große vom Sand herauf. Und dann regnet es einen gelben Staub in einer Linie. Die Goldene Stadt wird vernichtet, da fangt es an. Wie ein gelber Strich geht es hinauf bis zu der Stadt in der Bucht. Die Panzer fahren noch, aber die darin sitzen, sind ganz schwarz geworden. Dort wo es hinfällt, lebt nichts mehr, kein Baum, kein Strauch, kein Vieh, kein Gras.“
* „Finster wird es werden an einem Tag unter dem Krieg. Dann bricht ein Hagelschlag aus mit Blitz und Donner, und ein Erdbeben schüttelt die Erde. Dann geh’ nicht hinaus aus dem Haus! Der Wind treibt die Todeswolke nach Osten, nach 72 Stunden ist alles vorbei. Wir haben nichts zu befürchten, denn das Land zwischen Untersberg und Wendelstein wird beschützt bleiben vom heiligen Gnadenbild in Altötting .“
* „Unsere jungen Leute müssen noch einrücken, Freiwillige werden noch in Kämpfe verwickelt, die anderen müssen zur Besatzung und werden drei Sommer dort bleiben, bis sie wieder heimkommen. Dann ist Frieden, und ich sehe die Christbäume brennen. Nach diesen Ereignissen kommt eine lange, glückliche Zeit. Wer’s erlebt, dem geht’s gut, der kann sich glücklich preisen.“
* „Die landlosen Leute ziehen jetzt dahin, wo die Wüste entstanden ist. Jeder kann siedeln, wo er mag, und Land haben, so viel er bebauen kann.“

Quelle

Daraus wird ersichtlich, daß die dort erwähnte Wolke unter ganz anderen Umständen angekündigt wird. Wenn also der Fall eintreten sollte, daß soetwas tatsächlich aus Japan auch zu uns zieht nicht ohne Weiteres nach drei Tagen davon ausgehen, daß es vorbei ist.

Daß ich das mit der möglichen Plutoniumwolke hier überhaupt thematisiere liegt daran, daß ich eine Wahrscheinlichkeit dafür sehen, die groß genug ist um sich Gedanken zu machen. Es bedeutet nicht, daß ich die Wahrscheinlichkeit bei über 50% ansiedele.
28.03.11, 00:24:52

Hans

Ein paar Tage nach Tschernobyl hat meine Mutter ihren Feldsalat(Rapunzelsalat) geerntet.
Wir waren ganz stolz, den Salat vom eigenen Boden zu verspeisen.
Wieder ein paar Tage später haben wir dann erfahren,
daß ausgerechnet dieser Rapunzel-Salat in Bayern am meisten von irgendwas aufgenommen hat.
Für Jahre hat man ihn kaum noch gesehen oder im Wirtshaus angeboten bekommen.
Jetzt wo er wieder "salonfähig" geworden ist, die nächste Katastrophe.

Wie lebe ich schlechter ?
Durch die radioaktive Belastung oder durch den Vitaminmangel wenn ich diesen Salat weg lasse ?

Da war auch noch die Geschichte daß Blei Plutoniumdioxid "binden" kann.
Wenn ich jetzt daran denke daß der Zusatz von Bleithetraetyl aus dem Sprit genommen wurde,
weil das Blei dann nicht mehr über die Abgase fein übers Land verteilt wird.
Da ist dann bald so viel schädliches Zeug in der Umwelt,
daß man den verbleiten Sprit wieder einführen kann,
ohne, daß es wirklich noch was ausmacht,
oder daß es vielleicht sogar noch was hilft.
28.03.11, 18:32:48

55555

geändert von: 55555 - 28.03.11, 18:48:05

Zitat:
Neue schlechte Nachrichten aus dem Kernkraftwerk in Fukushima: An mehreren Stellen in dem Unglücks-AKW wurden Spuren von Plutonium im Boden gefunden. Das berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und Kyodo unter Berufung auf den Kraftwerksbetreiber Tepco. Eine Gefährdung für die menschliche Gesundheit besteht laut den Tepco-Angaben allerdings nicht.

[...]

Welche Menge des hochgiftigen Materials gefunden wurde, war ebenfalls zunächst unklar. Das radioaktive Plutonium 239 entsteht aber auch in gewöhnlichen Kernreaktoren, die ohne Mox-Brennstäbe arbeiten, in gewissen Mengen als Nebenprodukt.

Quelle

Edit: Laut FTD bezieht sich diese Angabe auf Bodenproben, die schon eine Woche alt sind.
 
 
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