Zur Hamburg-Wahl: Wählt CDU!
24.02.08, 15:14:02
L4A
Ich halte es für falsch sich nach "oben" kämpfen zu müssen, das können nur die mit Ellebogen. Das sind die welche Kompromisse eingehen, eingehen gelernt haben. Auch und wohl viel schiefe Kompromisse.
Es sind die, welche eine glatte Laufbahn haben, zumeißt. Die studiert haben, um aus dem "Dreck" zu kommen. Sie wollen genau damit nichts zu tun haben, kennen ihre Wahlberechtigten zumeißt aus Umfragen. Erleben sie aus der Distanz und diese Distanz wird immer grösser.
Sie wirken wie aufgezogene Puppen, nicht echt. Wie Schauspieler auf einer Bühne, die ihre Rolle mehr oder weniger gut gelernt haben.
Dein Zitat:
Der Ehrliche wird selektiert und gleichzeitig beschweren sich sehr viele Wahlberechtigte, daß Politiker nicht ehrlich seien.
Zitatende
Du beschreibst es sehr gut!
24.02.08, 15:18:00
55555
Was die Wirtschaftsweisen so erzählen (jeder hat seine eigene Meinung) mag sich weiser anhören als Äußerungen von Politikern. Allerdings sehe ich die Ursache dessen in der unterschiedlichen Zielsetzung der Äußerungen. Die Wirtschaftsweisen sind nahezu auf die Kraft ihrer Rede beschränkt. Sie konkurrieren nicht als Parteigänger in dem Sinne um knappe Ressourcen (Wählerstimmen), ähnlich z.B. dem Bundespräsidenten.
Allerdings ist die zunehmende Auslagerung von Entscheidungsvorfertigung durch Expertenzulieferer auch ein wesentlicher Grund dafür, daß sich der Eindruck verfestigt, daß doch jede Partei nahezu das gleiche macht, was wiederum zu "Politikverdrossenheit" führt.
24.02.08, 15:33:32
L4A
[quote="55555"]Was die Wirtschaftsweisen so erzählen (jeder hat seine eigene Meinung) mag sich weiser anhören als Äußerungen von Politikern. quote]
Was diese Leute sagen mag sich weise anhören, ist es aber nicht. Es ist Kritik und Voraussage, nichts weiter. Ohne die Verantwortung dafür zu tragen kann man viel sagen.
[quote=55555"]
Allerdings ist die zunehmende Auslagerung von Entscheidungsvorfertigung durch Expertenzulieferer auch ein wesentlicher Grund dafür, daß sich der Eindruck verfestigt, daß doch jede Partei nahezu das gleiche macht, was wiederum zu "Politikverdrossenheit" führt. quote]
Wer macht denn dann Politik? Die Entscheidungsvorfertiger? Hmmm ... dann wären die Stillen und Leisen ja nicht am falschesten Platz, wenn sie es denn wären.
24.02.08, 15:35:02
cony
so meinte ich das wohl auch auf na-deutsch.
das die wirtschaftsweisen keine politiker sind ist wohl anzunehmen.das sie aber keine ahnung von politik(bis zu einem betsimmten punkt)haben,eher nicht.
also ist doch die eigentliche frage,warum politiker zwar für sich in anspruch nehmen teuer bezahlte menschen zu beschäftigen die ihnen helfen tekte für vorlesungen zu verfassen uä. was auch schon in presse kritisiert wurde,aber nicht die meinung von menschen in betracht ziehen/einbeziehen in ihre politik die ein offensichtlich sehr gutes wissen in ihrem bereich haben.
daraus resultiert für mich das es den einzelnen parteien wichtiger ist an der macht zu bleiben oder ihre position zu stärken,als wirkliche wichtige veränderungen herbeizuführen,außer es kommt ihrer partei/politik zu gute.
insbesondere wenn man bei parteitagen hört wie sie damit beschäftigen sich gegenseitig zu beschuldigen,wer welche fehler macht und wen angegriffen hat,als sich wirklich konstruktiv miteinander zu beschäftigen,um den interessen der bevölkerung zu entsprechen.
das zerstört das vertrauen in die politiker,auch wenn das wahlprogramm erst mal nicht schlecht ist.
erfahrungsgemäß kommt von den wahlversprechen sehr wenig bei den "kleinen" leuten an.
der hauptsächliche grund,warum ich noch zur wahl gehe,ist damit rechtsextremistische parteien,oder die grünen(um einen anderen bereich zu nennen)nicht die stimmen der nichtwähler unter sich aufteilen können.wenn ich da jetzt richtig informiert bin.
wie gesagt,ich lese nur viel,die wirkliche ahnung von politik hab ich nicht,weil jede partei in meinen augen nur noch für sich redet und das ist für mich nicht mehr interessant.
24.02.08, 15:36:20
55555
Wer macht denn dann Politik?
Das kommt auf deinen Politikbegriff an.
24.02.08, 15:38:18
55555
daraus resultiert für mich das es den einzelnen parteien wichtiger ist an der macht zu bleiben oder ihre position zu stärken,als wirkliche wichtige veränderungen herbeizuführen,außer es kommt ihrer partei/politik zu gute.
Parteien sind Konzerne, deren Hauptbilanzwährung Wählerstimmen sind.
24.02.08, 15:50:36
cony
das ist richtig.aber wie soll man wählen,wenn einem das vertauen fehlt?
24.02.08, 16:15:14
55555
Das Problem ist ähnlich dem der Fertigung anspruchsvoller technischer Waren. Der Durchschnittskäufer ist nicht in der Lage das Produkt notfalls selbst zu fertigen, er ist auf das Angebot auf dem Markt angewiesen. Die Auswahl findet er aber auch nicht optimal und deshalb kauft er ein Produkt, das er noch für halbwegs vertretbar hält oder er verzichtet ganz auf die Anschaffung.
24.02.08, 16:38:45
L4A
geändert von: L4A - 24.02.08, 16:39:26
Dann bin aber wirklich kein Durchschnitt! Ich brauchte einen Frequenzgenerator, den zu kaufen war mir zu teuer. Also habe ich bei Conrad electronics die Teile bestellt und selbst gebaut. War sehr lehrreich, allerdings nicht ohne Hilfe, da musste schon jemand neben mir sitzen der wusste wie es geht. Schleißlich war es das erste mal das ich ein elektrisches Gerät gebaut habe.
Aber in allgemeinen hast du recht 55555, ein Handy könnte ich nicht bauen.
24.02.08, 16:41:09
55555
Moment, Conrad liefert Waren, die man selbst aus gelieferten Teilen zusammenbaut. Du hast die Bauteile vermutlich nicht selbst entworfen und hergestellt.
24.02.08, 16:53:14
L4A
Ich hatte einen Bauplan für dieses Gerät und brauchte eine Platine, Widerstände, NiederspannungLED, CMOS 555 Timer, Kippschalter und solche Dinge. Die habe ich bestellt und das Gerät zusammen gelötet.
24.02.08, 18:21:44
55555
geändert von: 55555 - 24.02.08, 18:23:10
Wie würdest du das Bestellen und Zusammenbauen sinngemäß auf die Politik übertragen?
Hört sich nett an, vielleicht schreibt er auch mal hier etwas im Forum? <-3