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Autor Nachricht
Hundertwasser
(komplex)

Ein Bekannter hat früher eine Bank überfallen und Geiseln genommen.
Er hat dabei jedoch niemanden körperlich verletzt. Die Haftstrafe von 17 Jahren (davon auch Isolationshaft) saß er bereits ab. Seit 4 Jahren sitzt er nun in Sicherheitsverwahrung. Es ist offen, wann und ob er überhaupt wieder raus kommt.
Ein Grund dafür ist sicher auch seine Ehrlichkeit und Therapieverweigerung.
Mich würde interessieren, ob ihr diese Strafe angemessen findet.


http://m.spiegel.de/spiegel/print/d-73791876.html
14.11.17, 08:28:00
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Antares
(White Unicorn)

Ich finde es in so fern angemessen, da er ja sofort wieder raus kommen und das erneut machen würde. Mir gefällt an unserem Strafsystem durchaus, dass es ein wenig so etwas wie Sicherheit vor z.B. Geisselnahme zumindest eigentlich vorgesehen ist.

Wie die Ausführung ist, weiß ich nicht. Vielleicht geht es den Menschen in den Gefängnissen zu schlecht? Aber jemand der sofort ohne zu zögern den Nächsten sich greifen würde, um eine Erpressung einzuleiten, denjenigen erschießen bereit wäre oder vielleicht sogar foltern, um ein System zu erpressen halte ich für nicht gut in der Freiheit.

Er ist letztendlich Gefangener seiner Selbst, wenn er beständig Unschuldige opfert, Tendenzen zum Massenmord in sich hegt, weil jeder mögliche Mensch "das System" darstellt.

Wie gut kanntest Du den Bekannten denn, oder kennst ihn? Gehst Du ihn regelmäßig besuchen? Vermutlich bist Du die einzige die das wirklich beurteilen kann, wenn Du ihn persönlich kennst. Medien erzählen ja viel, wenn der Tag lang ist. Ich weiß ja nicht, ob er wirklich nochmal so eine Gewalttat verüben würde, rein aus dem heraus, weil jeder Mensch System ist und deshalb Feind.
14.11.17, 08:43:02
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Hundertwasser
(komplex)

https://freedomforthomas.wordpress.com/2017/04/12/was-bleibt-ist-ein-stueck-ekel-ueber-einen-supermarktbesuch/

https://freedomforthomas.wordpress.com/2016/10/05/pathologisierung-von-inhaftierten-im-justizvollzug/

Man kann darüber streiten, wie seine damals gewählte Vorgehensweise moralisch zu bewerten ist. Gerade in Bezug auf die psychische Belastung der Geiseln. Für mich ist das Ganze aber seine individuelle Reaktion auf die Umwelt und irgendwas muss das ja in ihm ausgelöst haben. Ich finde es nicht gut, aber er ist halt auch nun mal kein Mörder oder Sadist, der es aus Freude tat, andere Menschen zu quälen.

Dieser Spiegelartikel ist auch mit ziemlich vielen subjektiven Eindrücken des Journalisten gefüllt. Seine Interpretationen nehme ich nicht allzu ernst und mache mir lieber ein eigenes Bild.

Ich schreibe seit ca einem Jahr mit Thomas. Ein Besuch war geplant, konnte aber bisher nicht stattfinden aufgrund von Bahnverbindungsschwierigkeiten. Im nächsten Jahr wird jedoch ein Besuch erfolgen (nach seinem Abi).
Angst vor ihm habe ich gar keine. Ich glaube nicht, dass er Tendenzen zum Massenmörder hat.


14.11.17, 11:45:49
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Antares
(White Unicorn)

Wenn er weiterhin davon ausgeht, dass das mit den Geiseln schon in Ordnung war - ist es natürlich weiterhin schwierig so jemanden frei zu lassen, der unentwegt in Schreiben verfasst, was er alles als nächstes plant sozusagen.

Alles sind individuelle Reaktionen auf die Umgebung, auch Kriege, Morde, Entführunge, Geiselnahmen, Folter... Es ist immer etwas, das dies auslöst. Nur weil jemand daran keine Freude hat anderen Menschen schweres Leid in einer Geiselnahme zuzufügen, macht es das nicht weniger "tragisch".

Moralisch gesehen ist das auf jeden Fall einen Schritt zu weit gegangen, mit den Geiseln in dieser Art und Weise wie er das tat - ganz unabhängig von der Tatsache ob er selbst das unter großem Leid gemacht hat. Problematisch wie ich das lese, ist ja insbesondere, dass er dahingehend keine Einsicht zeigt. Letztendlich wäre vermutlich sogar ich für ihn "System", allein weil ich finde, dass das eine moralisch bedenkliche Sache ist, die er tat und sage, dass ich es befürworte solche Menschen von der Gesellschaft in der ich lebe fern zu halten, zum Schutz meines Lebens und meiner Kinder, Freude... so denn es wahr ist, was dort geschrieben wird.

Keine Einsicht ist nie gut, weil es immer zu einer Wiederholung führt, bei so vielen Ankündigungen das auf jeden Fall noch doller zu treiben,... mit vielen Anzeigen und Drohgebarden gegen Menschen die er für das System hält.
14.11.17, 12:20:53
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Hundertwasser
(komplex)

Ich würde gern wissen, wie es damals genau abgelaufen ist, bevor ich mir ein Urteil bilde.
Was ich komisch finde: Außer seinen eigenen Texten und dem Spiegel/Tagesschau-Artikel finde ich nichts über den konkreten Ablauf/die Gerichtsverhandlung.
14.11.17, 12:43:35
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Antares
(White Unicorn)

Ich vermute vor allem die Haftbedingungen sind für ihn unmenschlich. Das ist etwas, das ich in dem Haftsystem nicht gut heiße, die Art und Weise, da sie grausam ist.

Ehemalige Häftlinge schreiben von Gewalt unter den Inhaftierten, von Mangelnahrung im Sinne von Qualität am Essen, sie beschrieben so allerlei, was es für mich dort vermutlich zur Hölle werden ließe, wäre ich ein Verbrecher.

Das ist an sich vielleicht auch gut, wenn ein Häftling diese Fehler im System aufzeigt. Ein Urteil über ihn als Mensch möchte ich mir nicht bilden, denn dazu bin ich gar nicht in der Position. Ich weiß lediglich, wenn ein Mensch tatsächlich keine moralischen Grenzen hat, dann tut er Dinge die anderen Menschen schaden.

Aus meiner Sicht gehören viel mehr Menschen unter Freiheitsentzug, z.B. jene die Beschaffungskriege führen und Menschenleben opfern, einfach "nur" weil es jetzt um Reccourcen geht und da ist töten dann auf einmal legal... für jemanden der bei einem Bankraub Geiseln nimmt ist Freiheitsentzug in Ordnung... Mir gefällt an der Sicherheitsverwahrung insbesondere nicht, dass manche dort nicht hin kommen, obwohl sie sehr gefährlich für die Gesellschaft sind.

Dennoch würde ich keine Geiseln nehmen, andere unschuldige Menschen quälen. Mir ist da eine moralische Grenze - die manch einer nicht hat. Dass unser derzeitiges Haftsystem dafür sorgt, dass die Eingesperrten eine bessere Ethik und Moral lernen, daran glaube ich nicht wirklich.

Ich kann mich aber auch irren, weil ich es einfach nicht weiß. Mir sind nur Häftlinge bekannt, die durch ihre Strafen nie lernten, eher lernten sie dabei besser aufzupassen bei der nächsten Tat oder Ähnliches, sich besser zu organisieren etc und besser zu schauspielen, Reue zu mimen, um im nächsten Moment nach der Entlassung schallend über die naiven Leute von der Haft zu belachen. - ich denke unser Strafsystem funktioniert nicht in dem Sinne, dass es hinterher Menschen wären, die gelernt hätten, was Moral und Ethik sind, nicht so.

Dennoch hätte ich Angst vor den ganzen Häftlingen, würden sie sofort allesamt einfach so entlassen - insbesondere Schwerverbrecher, aber wer weiß, vielleicht irre ich mich hier und würde man alle begnadigen, sie würden mehr über Moral und Ethik lernen? Ich weiß es nicht - vielleicht würden sie auch wieder nur lachen, über die naiven doofen Menschen, die sie jetzt frei lassen.

Ihr - und - Wir

Diese Spaltung so lange sie existiert, funktioniert nicht. Alle Menschen aus der Szene der Kriminellen-Szene ich jemals kennen lernte haben diese Unterteilung gemacht. Ihr - und - wir. Je nachdem auf welcher Seite man stand, waren sie nett zu einem, oder auch nicht. Manche hatten auch nur Ich - und die anderen. Sie waren unnahbar sozusagen, gänzlich allein und niemals bereit von dem Handeln ab zu lassen, welches sie immer wieder ins Gefängnis brachte.
14.11.17, 13:45:23
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Hundertwasser
(komplex)

Ich glaube, dass das Knastsystem Menschen eher noch mehr schadet und sie daran hindert , sich moralisch weiterzuentwickeln. Die Frage ist: Was wäre die Alternative?

Weiter denke ich auch, dass die Polizei oftmals Straftaten nicht verhindert. Die Frage ist: In wie vielen Fällen agiert die Polizei vorbeugend (verhindert also Straftaten) und in wie vielen nicht.

Spannend ist auch die Frage, wie viele der entlassenen Sicherungsverwahrten wieder eine vergleichbare Straftat begehen. Mal schauen, vielleicht gibt es da irgendwo Statistiken. Und kann man einem Menschen die Fähigkeit absprechen, sich zu ändern?

Ich frage mich oft, wie eine Gesellschaft ohne Knäste aussehen könnte. Bisher habe ich noch keine Antwort. Ich denke da so an Menschen, die aus Trieb oder Freude anderen Menschen massiven Schaden zufügen. Denen ist ja Moral eher egal.

Bei Thomas finde gut, dass er ehrlich ist. Er könnte ja auch sagen, dass er es bereut und schlimm findet (obwohl es in Wahrheit nicht so ist) Das machen sicher viele, nur um entlassen zu werden.
15.11.17, 10:10:17
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Antares
(White Unicorn)

Man kann Menschen zumindest nicht aufgrund unseres Strafsystems absprechen, dass sie keine Fähigkeit haben sich zu ändern.

Das würde aber einen Willen zur Änderung voraussetzen.

Ich könnte mir vorstellen, dass ein Freiheitsentzug in eine Umgebung die Förderlich ist, in der Gemeinschaft relativ ideell und Grenzwahrend mit Respekt füreinander gelebt wird funktionieren könnte. Dafür ist aber unsere Gesellschaft derzeit nicht in der Lage. Wenn jemand Geiseln nimmt, müsste dieser jemand natürlich schon die Grenze gezeigt bekommen, dass das so nicht geht... aber das was sie in den Gefängnissen dann tun, ist ja überhaupt nicht Grenzwahrend, von niemandem und in keiner Weise Respektvoll dem Menschen als Lebewesen gegenüber, selbst wenn er sich entschied boshaft zu werden.

Es macht ja dann auch keinen Sinn, wenn sich jemand dafür entscheidet grundtief boshaft zu sein, denjenigen das ausleben zu lassen. Ich selbst respektiere auch Satanisten - als Existenzform des Seins, dennoch würde ich meine Grenzen wahren, würden sie angegriffen und man mich in meiner Existenz und meinem katholischen Glauben begrenzen wollen. Das kann zu Konflikten führen, natürlich aber deshalb würde ich solche Umstände wie derzeit in Gefängnissen demjenigen nicht wünschen, weil es meiner Art widerspricht.

Hier wäre dann wieder die Frage, ob ein Satanist meine Idealvorstellung eines Gefängnisses nicht allerdings eher als Strafe empfände und ihm das so wie es vielleicht sogar viel besser gefällt... das ist nicht mein Thema ^^ merk ich grad, ich hab davon zu wenig Ahnung und mir noch nie wirklich darüber Gedanken gemacht.
15.11.17, 10:20:42
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Hundertwasser
(komplex)

Die Fragen, die ich in dem vorherigen Post stellte, waren eher allgemeine Fragen und nicht auf Thomas bezogen.

Ich frage mich, woran merkt man, dass jemand abgrundtief boshaft ist ? Meist wirken diese Leute ja durchaus nett.
Sie zeigen ja nicht, wie sie wirklich sind.
15.11.17, 17:37:22
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Antares
(White Unicorn)

geändert von: Antares - 15.11.17, 17:56:13

Du siehst es an ihren Handlungen. Wenn jemand wirklich komplett eiskalt ist, merke ich das an einer gewissen, für mich völlig unverständlichen Ausstrahlung, die ich aber faszinierend finde irgendwie. Das macht diese Menschen nicht weniger gefährlich, aber wenn einmal jegliche Moral und Ethik gefallen ist, kann ich nicht mehr vorhersagen, was sie tun werden. Aber beobachten kann man sie. Die Worte und Handlungen verraten es, wie sie sind und mir zeigt dieses eigenartige, für mich nicht Erfassbare, dass es sich um jemanden handeln könnte, dass dieser Jemand boshaft/gefährlich ist.

Diese Leute sind wirklich vor Allem, so finde ich, unberechenbar - nett, klar durchaus, aber nach meiner Erfahrung hat nett überhaupt nichts mit Moral oder Ethik zu tun.
15.11.17, 17:54:00
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Gast
(Gastzugang)

Geiselnahme wird im allgemeinen sehr hoch bestraft in Deutschland. Freiheitsberaubung mit Drohung von Waffen und ähnlichen, das ein sich allein befreien nicht möglich ist mit Lösegeldforderung der Angehörigen, die Angst erleiden oder Wasserentzug, so das Austrocknung geschieht und zum Tod führenn kann.

Ich glaub jetzt aber nicht, das dieser Geiselnehmer dein Bekannter war! zwinkern

15.11.17, 19:43:06
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Antares
(White Unicorn)

geändert von: Antares - 15.11.17, 19:50:53

Herr Ka-fee-trin-ken ist ja meine lieblings-Bösefigur aus Terry Pratchets "Hogfather". Genau das ist es, wie es sich anfühlt, wenn jemand wirklich keine Moral hat:

"da unten sind Leute, Herr Ka-fe-tin-ken" Berichtet einer der Gruppe ganz aufgeregt

"dann schaff sie aus dem Weg" sagt Herr Ka-fe-trin-ken ganz säuselnd, nett, freundlich erklärend

"Aber eine davon ist eine junge Frau" jammert der Berichtende entsetzt

- ganz gelassen in ruhigem Ton, freundlich mitteilend, wie als handle es sich um das selbstverständlichste der Welt "dann sei eben höflich, wenn Du sie tötest. Weitermachen, schneller".

Und der Berichtende eilt von dannen das auszuführen.

So sehr das auch eine Geschichte ist, so läuft das im Real Life auch ab. Wenn jemand ganz sicher etwas wirklich fürchterliches tun wird, z.B. ein Gesetz erlassen, das viele Leben kosten wird, geschieht das genau so. Meist in fröhlich elustrer Stimmung, ob des Zieles das verfolgt wird... schafft sie aus dem Weg... muss nicht einmal gesagt werden, es schaffen sich die Menschen selbst aus dem Weg.

Richtige Gewissenslosigkeit ist glatt, edel, elegant, nett, freundlich, zuvorkommend, unnahbar und höflich während der Erklärung, dass es nichts eine Relevanz hat, außer Ziel XY. Es gibt keine Ethik oder Moral mehr dann, das wird nicht einmal mehr erwähnt und als selbstverständlich hin genommen, wenn alles innerlich gestorben ist, was mahnen könnte oder übergangen wird, so dass es die Realität nicht (mehr) erreicht.

Das findet im Kleinen auch so statt, man denkt das so gar nicht, wenn man jemanden sieht und dann steht derjenige plötzlich in der Zeitung, ein grausamer Mörder, gruslig jemanden hingerichtet, zuvor grad noch in der Kneipe gesessen, freundlich ein Bier bestellt. Wenn das einmal so weit ist, dass diese Schrank gefallen ist, gibt es keine Möglichkeit die mir bekannt ist das zu erkennen, außer dann an der Tat selbst oder Worten dahingehend, die das verraten könnten, oder eben wie gesagt eine gewisse "Ausstrahlung" oder wie man das nennen mag.
15.11.17, 19:47:20
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