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Autor Nachricht
Zweistein
(Asperger, ADHS, MtF)

Guten Tag,

Ich befasse mich schon seit Jahren mit der Frage, ob ich eigentlich wirklich (Asperger)-autistisch bin. Ich bekam meine Diagnose mit 8 Jahren, nach einem sehr traumatischen Psychiatrieaufenthalt, wegen starker ADHS typischer Problematik, vor allem Hyperaktivität. Da ich ein großes Interesse an dem Thema Autismus habe, befasse ich seit meiner Diagnose damit und habe schon einige Bücher, Wikipedia Artikel, und Forenbeiträge gelesen. Auch hatte ich schon öfter Kontakt mit Autisten, deren Art und Persönlichkeit meiner Meinung nach viel eher zu den in den Büchern beschriebenen Eigenschaften passten. Was mir widersprüchlich erscheint, ist zum Einen mein vorhandener Blickkontakt, zum Anderen auch das Erkennen von Gesichtern und Gesichtsausdrücken, womit ich noch nie Probleme hatte. Ich habe kaum Freunde, da ich große Angst vor Ablehnung habe. Als kleines Kind bin ich wegen meiner Aufdringlichkeit und Hyperaktivität sehr oft abgewiesen worden und hatte große Angst, und habe mich dann sehr oft zurückgezogen. Sogenannte Sonderinteressen hatte ich auch nicht. Mir ist schon bewusst, dass es sicherlich Autisten gibt, bei denen einige "typische" Eigenschaften nur bedingt oder gar nicht zutreffen, gleichzeitig gibt es genug "normale" Menschen, bei denen diese Eigenschaften viel stärker sind. Nun würde ich gerne mal wissen, wie das bei euch so ist.
10.06.17, 20:03:45
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Kaleidoskop
(in einer Seifenblase zwischen den Welten (DIS & AS & ...)

Ich hab dich gelesen, werde aber später mal in Ruhe reflektiere und antworten. Nur so viel: ich habe keine Diagnose aus dem Spektrum.
10.06.17, 21:07:48
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Prometheus
(Autistische Entität )

Du könntest ein Autist des "äußeren" Spektrums sein, ein atypischer Autist. Atypischer Autismus zeichnet sich dadurch aus, das nur teilweise auffäligkeiten und Probleme des "klassischen" Autismus auftreten. Gerade bei erwachsenen wird er aufgrund der unspezifischen "leichten" Symptomatik als Asperger-Autismus fehldiagnostiziert. Es kann aber auch sein, dass die Unterschiede, die du zwischen dir und den anderen Autisten beobachtet hast, nur teil der hohen Individualität und Ausprägungen des Autismus war.
04.08.17, 14:32:58
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Zweistein
(Asperger, ADHS, MtF)

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Zitat von Prometheus:
Gerade bei erwachsenen wird er aufgrund der unspezifischen "leichten" Symptomatik als Asperger-Autismus fehldiagnostiziert.


Ich habe die Diagnose mit 8 Jahren erhalten. Es war in einer Klinik und hat 3 Wochen gedauert. Kann es eventuell eine Rolle spielen, dass man in diesem Alter oftmals Ärzte/Psychiater für eine Art Gott hält und ihnen prinzipiell glaubt? Was ich oft merke ist, dass ich auch anders kann, also einige autistische Verhaltensweisen bewusst erkennen und abstellen kann, aber meist nur, wenn ich mich gut fühle.
14.12.17, 02:52:37
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Zweistein
(Asperger, ADHS, MtF)

Was ich noch erwähnen wollte ist, dass, bei unterschiedlichen Psychiatern mir sowohl Asperger, als auch High-Functioning Autismus als auch Atypischer Autismus diagnostiziert wurde. Ich dachte eigentlich, dass es in etwa das Gleiche ist, oder gibt es da Unterschiede?
14.12.17, 02:54:56
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Antares
(White Unicorn)

Es gibt bei den Diagnosekriterien Unterschiede. Je nach Auftreten, mitgebrachten Unterlagen, Aussagen von Angehörigen, Erfahrung und Einschätzung des Psychiaters kommt dann das ein oder andere heraus. Bei Kindern ist die Abgrenzung leicht, bei Erwachsenen hat man ja nur die Berichte die zur Verfügung gestellt werden können, Erzählungen und somit Vermutungen wie das hätte gewesen sein können. Die meisten Erwachsenen sind als Asperger diagnostiziert - es spielt aber keine Rolle, da sich die Unterteilung als irrelevant heraus stellte. Diese Tatsache spiegelt somit ganz gut die Begründung wieder, dass die im ICD10 existierende Unterteilung im ICD11 komplett unterlassen wird.
14.12.17, 08:15:24
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