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Autor Nachricht
55555
(Fettnäpfchendetektor)

Erstaunlich sinnvoll für die Quelle und eigentlich auch über diesen Thread hinaus lesenswert:
Zitat:
Misophonie – im Deutschen auch manchmal Selektive Geräuschintoleranz – bezeichnet einen Zustand, in dem Menschen durch bestimmte Alltagsgeräusche wütend werden oder sich davon stark gestört fühlen. Beispiele sind Essgeräusche, Gähnen oder Räuspern. Dabei handelt es sich um keine offiziell anerkannte psychische (oder neurologische) Störung. Dass es Leute mit diesen Problemen gibt, ist in der Forschung nicht umstritten. Wohl aber, was die Ursache dafür ist.

[...]

Im Folgenden soll es nicht darum gehen, das Leiden der Betroffenen zu relativieren. Vielmehr soll eine Analyse der Aussagen der Hirnforscher ein besseres Verständnis dafür liefern, wie Wissenschaftler über psychische Störungen kommunizieren und damit eine eigene Realität kreieren. Hierbei handelt es sich mitnichten um einen Einzelfall. Ich danke einem Leser, der mich auf diese Studie aufmerksam machte.

Für die Untersuchung unterschieden die Hirnforscher drei verschiedene Arten von Stimuli: Auslösergeräusche (wie Geräusche des Essens, Atmens oder Trinkens), unangenehme Geräusche (etwa ein schreiendes Baby oder eine schreiende Person) und neutrale Geräusche (so wie Regen oder ein lebhaftes Café). Neben den 20 Betroffenen wurden auch 22 Kontrollpersonen untersucht.

Wie zu erwarten, fanden die Betroffenen die Auslösergeräusche furchtbar. Dies äußerte sich nicht nur in Befragungen, sondern auch in einer gesteigerten Herzfrequenz und Hautleitfähigkeit. Dies sind klassische Merkmale einer Angst- oder Stressreaktion. Bei den Kontrollpersonen oder den unangenehmen Geräuschen kam es zu keiner solchen Reaktion.

Tautologische Forschung

Interessant war jetzt der Blick aufs Gehirn: Die Forscher untersuchten die Reaktion der Probanden auf die Stimuli nämlich im Kernspintomografen. Die Auslösergeräusche korrelierten dabei mit stärkeren Aktivierungen der Betroffenen in den Insulae (Inselrinden) links und rechts. Dieser Gehirnbereich wird allgemein mit negativen Emotionen wie Angst oder Ekel in Zusammenhang gebracht.

Dabei werfen einige der Aussagen, die die Neurowissenschaftler über ihre Funde tätigen, sprachliche Probleme auf. Beispielsweise schreiben sie:
"… Jetzt, da wir die vordere Inselrinde als Schlüsselregion identifiziert haben, die die Auslösergeräusche in den misophonischen Patienten unterscheidet …"
(Übers. d. A.)

Hier wird eine Gehirnregion zum Akteur gemacht. Es sind nicht mehr die Betroffenen oder die Versuchsleiter, die die Geräusche in unterschiedliche Kategorien einteilen. Es sind auch nicht die Auslösergeräusche, die die Gehirnaktivität verursachen. Nein, plötzlich unterscheidet das Gehirn, welche Stimuli die problematischen sind und welche nicht.

Ich würde dieses Beispiel, das hier relativ harmlos sein mag, nicht so betonen, käme es nicht ständig vor. Es passiert in den Lebenswissenschaften so oft, dass die theoretischen Voraussetzungen einer Untersuchung plötzlich als deren Ergebnis aufgetischt werden.

Ein klassisches Beispiel sind Untersuchungen zur Vorhersage kriminellen Verhaltens oder von Erkrankungen. Diese beginnen in aller Regel mit der Unterscheidung von Personen in Problem- und Kontrollgruppen. Dann findet man einen Faktor, der bei beiden Gruppen im Mittelwert unterschiedlich ist. Das kann, wie hier, eine Gehirnreaktion sein, aber auch schlicht das Ergebnis eines Fragebogens oder eines Verhaltenstests.

Im letzten Schritt wird dann behauptet, der gefundene Faktor könne die Gruppen unterscheiden und womöglich gar Kriminalverhalten oder Erkrankungen vorhersagen. Tatsächlich hat man es dann aber mit einer Tautologie zu tun: Nur unter der Voraussetzung nämlich, dass man die Gruppen bereits theoretisch unterschieden hat, kann man sie schließlich mit Hilfe des im Versuch gefundenen Faktors unterscheiden.

Das wirft die Frage auf, wofür man den Faktor überhaupt braucht, wo die Unterscheidung doch schon vorgenommen ist. Es könnte sein, dass dieser bessere Unterscheidungen erlaubt. Das wäre dann ein pragmatischer Grund dafür, das alte Kriterium durch das neue zu ersetzen.
Symptome aufschlussreicher als Gehirn

Das ist bei solchen neurowissenschaftlichen Untersuchungen (und auch bei anderen physiologischen oder Verhaltensstudien) jedoch unwahrscheinlich: Die Korrelationen sind freilich nie perfekt. Nicht bei allen Personen der Zielgruppe findet sich der Faktor, und umgekehrt haben manche aus der Kontrollgruppe ihn vielleicht auch.

[...]

Was normal und abnormal ist, verrät uns mitnichten die Natur. Es ist wiederum eine Folge der theoretischen Unterteilung der Versuchspersonen in beide Gruppen; es liegt im Auge des Betrachters.

In einer anderen Welt würden Menschen es vielleicht als abnormal ansehen, wenn jemand sich nicht von Auslösergeräuschen gestört fühlt. Dann wäre die höhere Inselaktivierung normal, die niedrigere abnormal. Sie kennen sicher dieses Gedankenexperiment: Wer wäre der Gesunde in einer Welt von Blinden?

[...]

Was solche Forschung bringt, ist mir ein Rätsel. Allein die Messzeiten dürften in diesem Fall rund 50 000 Euro gekostet haben. Dabei wird die Kernspintomografie auf Grund knapper Heliumressourcen immer teurer, Geräte-, Gebäude- und Personalkosten noch gar nicht mitgerechnet.

Wie wir an diesem Beispiel gesehen haben, arbeiten die Forscher mit vielen sprachlichen Ungenauigkeiten, die ihre Funde jeweils in einem besseren Licht dastehen lassen. Menschengemachte Unterscheidungen – wie normal/abnormal, gestört/nicht gestört, misophonisch/nicht misophonisch – als naturgegeben dastehen zu lassen, ist zudem grundfalsch und vermischt den Bereich von Normen und Werten mit dem der Naturwissenschaften.

Seit 2010 mehrt sich die Kritik an der bildgebenden Hirnforschung, insbesondere an Experimenten mit der Kernspintomografie. Studien wie diese, die vor allem Tautologien und Banalitäten produzieren, in führenden Zeitschriften mit weit reichenden Versprechungen zu verkleiden, dürfte wohl keine vertrauensbildende Maßnahme sein.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
11.02.17, 16:01:40
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Alan
(Standard)

@Siiri
> [...] Warum denkst Du, dass Du derjenige "mit Störung" oder "der Aggressive" bist. In erster Linie "wurdest Du gestört". [...]

Subjektiv empfinde ich die anderen als aggressiv und rücksichtslos, bzw. in den letzten Jahren bin ich auch mehr und mehr zu der Überzeugung gekommen, dass die Leute einfach nicht so wie ich sind, andere Bedürfnisse haben, insbesondere das, wahrgenommen zu werden.

Objektiv ist aber zu sagen, dass sich 200.000 Menschen nicht den Bedürfnissen eines Einzelnen anpassen können. Das Beste für beide Seiten wäre einfach, wenn ich in eine Umgebung gehen könnte, die zu mir passt. Aber das ist leider eine Utopie. Ohne Einkommen geht einfach nichts.
11.02.17, 16:59:47
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Ohne Einkommen geht sehr viel, wenn man sich wirklich umschaut und entsprechende Prioritäten setzt.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
11.02.17, 20:32:11
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Siiri
(Freifliegende)

geändert von: Siiri - 14.02.17, 10:12:03

@55555
Klar verknüpft man Geräusche, wie Geschmack oder Gerüche mit Erlebnissen. Jedoch verändern sich diese Synapsen auch im Laufe eines Lebens. Wir lernen auch Dinge anders wahrzunehmen. Das ist z.B. das was in einer Traumatherapie gemacht wird und das passiert aber auch auf unwillkürlichem Wege.

Kann ich so leider nicht bestätigen. Meine Reizempfindung ist natürlich stärker, wenn es mir schlecht geht, ich gestresst bin etc, wie bei jedem anderen Lebewesen auch.
Dennoch ist mein überdurchschnittliches Hörvermögen immer gleich. Ich höre dauerhaft stärker als Andere, auch unabhängig von meinem Befinden. Im Gegenteil: Es kann mir sogar ausgesprochen gut gehen und der Lärm von Anderen verursacht dann erst eine Anspannung.
Kann man also nicht verallgemeinern.

Bei mir liegt allerdings auch keine Misophonie nach der Definition vor, sondern mein Gehör ist quasi hyperakustisch.

@Alan
Genau und niemand außer Du kann den Wert Deiner subjektiven Wahrnehmung beurteilen oder hat das Recht sie zu verurteilen.
Ich nehme auch nicht an, dass die Menschen plötzlich alle rücksichtsvoll werden. Aber wenn man sie nicht dafür sensibilisiert, kann sich auch nichts ändern.
Das Wohnfeld ändern, ist genau das was ich getan habe. Zugegeben ist es nicht einfach, ohne Geld umzuziehen und neu Fuß zu fassen, aber es gibt Hilfestellungen, die man beantragen kann. Ich wohne seit 2 Jahren auf dem Dorf und habe jetzt auch eine Teilzeit-Arbeit gefunden.
Von vornherein aufgeben ist gleich verloren.
14.02.17, 10:04:51
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Alan
(Standard)

In dieser Sache ein Update:

Ich habe jetzt kürzlich etwas gefunden, was für mich eine unmittelbare und deutliche Verbesserung der Lebensqualität bedeutet. U.U. hilft dies auch anderen mit einer Geräuschsensitivität. Es gibt jetzt Kopfhörer mit wirklich guter Noise-Cancelling Funktion. Ich habe mir das beste (und damit auch leider so ziemlich das teuerste) Modell, das es z.Z. laut Testberichten gibt, gekauft:

http://www.funkkopfhoerer-infos.de/funkkopfhoerer-test/bose-quietcomfort-35-ii-qc-35-ii-im-test-active-noise-cancelling-auf-hohem-nivau

Man hört damit keinen Tritschall, keine Straßengeräusche ja selbst keine Gespräche im Raum mehr. Kostenpunkt: 330-350,-€
Es ist für mich im Alltag eine echte Verbesserung, evtl. ja auch für andere. Im Falle von Misophonie ist sonst nur Hypnosetherapie bekannt, die aber nur eine Erfolgsquote von ca. 50% aufweist.
10.02.18, 21:37:37
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Antares
(White Unicorn)

geändert von: Antares - 11.02.18, 08:39:26

Ich konnte seit Jahren auch keine Besseren finden, hab aber auch schon lange nicht mehr aktiv gesucht, oder hätte von einer besseren Qualität gehört. Danke für die Info, dass sich hier anscheinend nicht so viel geändert hat!

Das nutzen meines Wissens nach Viele, die ihre Ruhe haben wollen, ITler auf Reisen im Zug bei der Arbeit, Manager im Flugzeug... aber auch die Autisten mit einer akustischen Sensibilität berichten davon immer wieder positiv.
11.02.18, 08:38:25
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

Kann nun die besonders starke Hörfähigkeit mit Stille wirksam "überschrieben" werden oder ermöglichen z.B. Kopfhörer lediglich ein Abstandnehmen von Lautstärke? Wäre eine Änderung der Lebenssituation zu viel Stille hin ein planbarer Prozess zur besseren Erträglichkeit oder löst die neu gewonnene Ruhe eine Veränderung im Gehirn aus, die Empfindlichkeit tatsächlich ertragbar machen kann?

Zum Vergleich und zur Diskussion Erkenntnisse aus der Schmerzforschung:

"Starke, ständig wiederkehrende Schmerzreize können Nervenzellen verändern und damit kann das fein aufeinander abgestimmte Regelsystem aus erregenden und dämpfenden Impulsen aus den Fugen geraten. Danach führen dann selbst schwache Reize oder Berührungen zu starken Schmerzen, eine sogenannte Gedächtnisspur oder auch ein Schmerzgedächtnis bildet sich aus. Das Gehirn kann infolgedessen sogar selbst Schmerzsignale produzieren. Chronische Schmerzpatienten können Schmerzen verspüren, ohne dass es einen konkreten, offensichtlichen Anlass dafür gibt."...

"Schmerzsituationen vergessen
Erst dann können Patienten wieder lernen, dass sie bestimmte Situationen, bestimmte Bewegungen nicht meiden müssen. Wer sich wieder normal verhält und bewegt und das auch bewusst schmerzfrei erlebt, kann typische Schmerzsituationen wieder vergessen. Allein die daraus neu wachsende Hoffnung auf Heilung kann das körpereigene System zur Schmerzhemmung wieder stimulieren, also die Ausschüttung von Endorphinen ankurbeln. Dieser Prozess wird auch vom Gehirn kontrolliert."

Zitate: https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/krankheiten/chronische_schmerzen/index.html

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. (Markus 4.21) (Lukas 8.16)
18.02.18, 16:48:29
Link
Antares
(White Unicorn)

geändert von: Antares - 18.02.18, 17:57:14

Bei mir bleibt die Hörfähigkeit trotz "Ruhe" durch Kopfhörer Gott sei Dank erhalten.

Es ist kein Schmerzreiz, z.B. Fledermäuse hören zu können. Aber es kann natürlich jemand, der eine bestimmte Frequenz im Gegensatz zu allen anderen hört, auch Schmerz wie ein Marder empfinden in diesem Bereich.

Menschen die das nicht hören (können), hören es ja einfach nicht. Ebenso wie Lautstärke, wenn es nicht um Frequenzen geht. Unabhängig von der Einstellung zu Lärm, was natürlich so etwas wie Angst vor Lärm hervor ruft, ist das biologisch bedingte Hören grundlegend eine Eigenschaft. Diese wird nicht von dem Tragen oder nicht Tragen von zeiglich begrenztem, nur für einen bestimmten Zweck genutzten (S-Bahn-Fahrt) Gehörschutz beeinflusst.

Somit hat das Eine (besonders gute Hörfähigkeit) aus meiner Sicht mit dem Anderen (Schmerzpatienten und Traumerfahrung) zu tun, auch wenn man jemandem mit besonders guter Hörfähigkeit vermutlich leichter akustischen Schmerz zufügen kann.

Man ist natürlich seelig, wenn man nicht den Marderschrecks ausgesetzt ist, wenn man diese hören kann. Die Dinger sind wirklich schrecklich ^^ also nicht nur für Marder. Aber diese Autos meidet man - der Marder hat einfach noch nicht Bose für sich entdeckt ;)

Dass ich Töne höre, die andere nicht hören wusste ich eine halbe Ewigkeit nicht... das wurde mir erst bewusst, als ich durch eine Gegend lief und meinte wie unerträglich, hier pfeift es ja in fast jeden 3. Grundstück. Meine Begleiter hörten dies nicht. Auch bei einem Telefon, das ich finde es sei sehr gut hörbar eingestellt in meinem Haus war jemand, die sich wunderte dass ich nach dem Telefon griff, als es klingelte. Sie hörte das nicht, ihr war das zu leise, um es überhaupt wahrzunehmen.

Die Misophonie vergeht aber mit der Regulierbarkeit der Töne, weil man sie regulieren kann ^^
18.02.18, 17:48:50
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Zephyr
(Standard)

Gegen die Misophonie versuche ich mit Meditation, kognitive Fähigkeiten und innerer Ausgeglichenheit anzugehen. Ich wohne in einem Altbau, welcher wahrscheinlich schon an die 80-100 Jahre alt sein dürfte. Gewiss sind die Dielen der Wohnung über mir nicht ganz so alt, trotzdem quietschen diese und es sind selbst die Schrittgeräusche des Hundes zu hören. Anfangs rastete ich deswegen fast aus, doch ich lernte diese Geräusche als natürlich wahrzunehmen, so wie das Rauschen der Blätter im Wind. Ich setzte mich mit den Auslösereizen bewusst auseinander während ich entspannt im Bett lag. Ich analysierte gedanklich, wo sich der Mensch über mir anhand der Schrittgeräusche im Raum befindet. Gar versuchte ich herauszufinden, wie groß diese Wohnung wohl sei, wie der ganze Grundriss sein möge, und vieles mehr. Dadurch schaffte ich es offenbar zu diesen störenden Geräuschen nun eine positive Assoziation zu entwickeln.

Zu Anfangs hatte ich mir immer nur zwei Optionen überlegt: Flucht oder Angriff. Umzug oder den Mieter oder gar die Hausverwaltung ob des Problems ansprechen. Beides wollte ich nicht. Umzug? Zu schwierig in einer Großstadt mit extremer Wohnungsknappheit und Mietpreiserhöhungen im Jahrestakt von bis zu 25 %. Dieses Problem ansprechen? Das macht mich wahrscheinlich unbeliebt. Dies würde vermutlich nur Stress und Unruhe bewirken. Ich bin auf keinen Nachbarschaftsstreit aus.

Irgendwann entdeckte ich die dritte Option: An meinem eigenen Kopf arbeiten und negative Assoziationen durch positive Assoziationen ersetzen. Das Gehirn ist sehr formbar. Die Wahrnehmung und die Interpretation dessen macht unser Gehirn. Daran kann man selber mal mehr mal weniger gut arbeiten. Zu den Geräuschen schaffte ich es bis heute, dass mich kaum noch welche wirklich stören. Dies heißt aber nicht unbedingt, dass diese nicht mehr belastend wären. Lärm belastet immer noch sehr und raubt viel Energie. Nur dieses innere quälende negative Gefühl ist dabei so gut wie weg. Es kommt nur noch dann auf, wenn ich innerlich völlig unausgeglichen und kaputt bin. Dann ist Ruhe wichtig! Es ist dadurch ebenso ein guter Indikator dafür, wann ich definitiv Ruhe benötige.
23.03.18, 21:04:06
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