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Autor Nachricht
HerrBausD
(Standard)

Hallo Allerseits,

ich arbeite seit 20 Jahren, unter anderem, als Toningenieur
und habe, auf grund eines familiären Falles, in den letzten Jahren eine akustische Intervention
entwickelt, die die Mittelohrmuskulatur wieder in die Lage
versetzten kann, so zu arbeiten, das man weniger
Geräuschempfindlich ist, aber gleichzeitig Sprache besser versteht.
Das Paradox ist ja, dass sehr geräuschempfindliche Menschen
Sprache schlechter verstehen als normal Hörende.
Sprache findet vor allem im Bereich zwischen 1000 und 4500 Hertz statt.
Die Mittelohrmuskulatur wirkt wie ein adaptives Filter,
das tiefere Frequenzen durch Anspannung von
Trommelfellspanner und Versteifung der
Gehörknöchelchenkette ausfiltert.
Ist dieser Filtermechanismus gestört, hört der Mensch vor allem
viel im tieffrequenten Bereich, was die Fähigkeit Sprache zu verstehen
erheblich beeinträchtigt, da tiefe Frequenzen höhere Frequenzen maskieren und unverständlich machen.
Das Training als solches ist sehr einfach:
Man hört Musik. In die Musik werden, in einem
hoch komplexen Verfahren, kaum hörbare Stimulationssequenzen
eingebettet, die die Mittelohrmuskeln trainieren.
Da diese Muskulatur weitestgehend autonom arbeitet
bekommt man von diesem Training nicht wirklich etwas mit.
Ich teste vorher die auditive Ordnungsschwelle
und wie gut das Richtungshören funktioniert.
Anhand der Testwerte orientiert sich dann
die entsprechende Stimulation.
Nach Abschluss des Trainings wird
erneut getestet um das Ergebnis zu
dokumentieren.
Diese Forschung betreibe ich privat und
die bisherigen Tester waren alle sehr begeistert.

Zum Mittelohr findet man einiges bei den Forschern
Borg und Counter. Über die Dämpfung der Gehörknöchelchen
hat sich Kryter ausgelassen.
Die genannten Quellen sind meist in Englisch.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass man ziemlich gut
entspannen kann und danach viel relaxter ist.
Man muss dafür nur innerhalb von 14 Tagen jeweils eine Stunde
Musik am Tag mit einem speziellen Kopfhörer hören.
Speziell deshalb, weil viele Kopfhörer
Gar nicht in der Lage sind die Stimulationssequenzen
sauber zu übertragen.


Wer in der Nähe von Düsseldorf wohnt und teilnehmen möchte meldet sich bitte via pn.

09.03.13, 20:46:14
Link
schuschu
(Angehörigenbereich)

hört sich etwas nach tomatistherapie an?
09.03.13, 21:15:05
Link
HerrBausD
(Standard)

Tomatis basiert auf der Annahme, das die Knochenleitung des Schalls besonders wichtig ist. Im Gegensatz zu Tomatis braucht man nicht hunderte Stunden und die Musik wird als besonders angenehm wahrgenommen.
09.03.13, 23:21:14
Link
Bicycle
(Autistenbereich)

Ich war immer besonders geräuschempfindlich, wenn ich unter Stress stand. Also teilweise wochenlang und dann auch mal wieder ein paar Tage nicht ganz so sehr. Seitdem ich aber nur noch kaum Stress habe, ist diese Geräuschempfindlichkeit eigentlich weg.

Könnte es also sein, dass die Musik mehr entspannend wirkt und daher der Effekt kommt, als gezieltes Training von irgendwelchen Filtermechanismen?

Dann würde allerdings eine Stunde Ruhe oder Musik die subjektiv entspannend wirkt, genauso funktionieren.
10.03.13, 01:30:50
Link
schuschu
(Angehörigenbereich)

ich weiss nicht , ob ich richtig liege aber würde gerne meinen eindruck mitteilen:

gerade diese " geräuschempfindlichkeit" also hohe , feine wahrnehmung, ist doch eine stärke.
warum sollte man das wegmachen wollen?
der ansatz wäre ja wieder, an einem von der schöpfung gegebenen , rumzu doktorn anstatt insgesamt das umfeld universell zu designen, damit es natürlich und passend ist.
mit dem training habe ich den eindruck ist es wieder so, dass man an sich selbst wohl was " falsches§ feststellt, das man behandeln sollte.
irgendiwe fühlt sich das für mich nicht richtig an.

bicycle, deine beobachtungen finde ich interessant...ich sehe es auch so...und beobachte es auch an meinem sohn...wenn eine ruhige entspannte umgebung, ist er auch nicht so geräuschempfindlich.
und bei mir ist es auch so.
10.03.13, 09:11:04
Link
HerrBausD
(Standard)

geändert von: [55555] - 10.03.13, 13:17:16

[Kettenbeitrag zusammengefasst, siehe Absendeknopf beim Beitragsabsenden, mfg [55555]]

Natürlich kann die Empfindlichkeit eine Stärke sein,
wir leben aber in einer Welt, in der genau das nicht
mehr benötigt wird.

Wer alles hört, dem entgeht dadurch das Wesentliche.

Das Training macht auch nicht weniger empfindlich,
es fördert nur die Wahrnehmung für soziale Zwischentöne.

Unsere frühesten Vorfahren haben nur überlebt,
weil sie gelernt haben in einem Frequenzband zu kommunizieren,
das für Reptilien nicht hörbar war. Ich Gefahr, oder Stress
öffnet sich unser Ohr wieder für diese tiefen Frequenzen.
Bei den meisten ist es ja auch so, das die Fähigkeit zu filtern wieder zurückkommt.
Bei manchen jedoch nicht. Hatte man als Kind zum Beispiel
viele Mittelohrentzündungen, kann dieser Mechanismus nachhaltig
gestört sein, da während einer MOE dieses System nicht funktioniert.
Überlegt mal wie viele von Euch in der Kindheit Probleme mit den Ohren hatten.
Das Hören war für die Sicherheit unserer Vorfahren viel wichtiger, als zum Beispiel das Sehen. Unsere Sehfähigkeit beschränkt sich auf eine Oktave, wir können aber 10 Oktaven hören! Deshalb ist es so effektiv über das Hören Sicherheit zu vermittteln.


Zitat von Bicycle:
Ich war immer besonders geräuschempfindlich, wenn ich unter Stress stand.
Also teilweise wochenlang und dann auch mal wieder ein paar Tage nicht ganz so sehr.
Seitdem ich aber nur noch kaum Stress habe, ist diese Geräuschempfindlichkeit eigentlich weg.


Das bestätigt zu 100% die zugrunde liegenden Forschungen.

Zitat von Bicycle:
Könnte es also sein, dass die Musik mehr entspannend wirkt und daher der Effekt kommt, als gezieltes Training von irgendwelchen Filtermechanismen?


Bei dem einen reicht Musik oder irgendetwas anderes zu Entspannung aus, damit die Mittelohrmuskeln wieder richtig funktionieren.
Entspannung ist hier gleich zusetzten mit dem Empfinden von Sicherheit, bzw. die Sicherheit ist die Vorraussetzung für Entspannung.
Grundsätzlich hat man aber nur einen nachhaltigen Effekt, wenn man Entspannung und Training koppelt.
Der beschriebene Filtermechanismus ist für uns Menschen von essentiellster Bedeutung, denn das Spektrum der Frequenzen die wir
hauptsächlich wahrnehmen, bestimmt ob wir im Alltag Sicherheit empfinden oder meinen an jeder Ecke würde die nächste Gefahr lauern.

Zitat von Bicycle:
Dann würde allerdings eine Stunde Ruhe oder Musik die subjektiv entspannend wirkt, genauso funktionieren.


Das klingt logisch, funktioniert allerdings bei den wenigsten Autisten,
weil die meisten mit normaler Musik nie soweit entspannen können,
dass das Unterbewusstsein den Resetknopf findet. Für einige ist es schon eine Herausforderung überhaupt normale Musik über Kopfhörer
zu hören und den wenigsten gelingt es etwas davon mit in den Alltag zu nehmen. Mit normaler Musik funktioniert es ohnehin nicht.
10.03.13, 12:19:26
Link
schuschu
(Angehörigenbereich)

geändert von: schuschu - 10.03.13, 14:03:51

um was geht es dir bei deinem thread?

ums geld verdienen? machst du werbung für dich?

oder hast du wirklich verstanden in welchem forum du dich befindest?
und was du unter umstämnden mit deinem thread, wenn er auch noch recht harmlos wirkt im gegensatz zu anderen "angeboten" die so reinkommen, so anrichten könntest?
10.03.13, 13:55:14
Link
starke Dame
(Angehörigenbereich)

geändert von: starke Dame - 10.03.13, 14:10:01

Ein Trip durch das Lexikon hätte geholfen und Herr BausD, hätte sich das schenken können.

Wer will diesen Müll denn wissen???? Mein Sohn wird sich freuen, wenn ich seinen KOPF ANFASSE und ihm einen Kopfhörer aufsetze, das wird ein Spaß, nur für wen?

Ich bin klein, also bitte, schnallt mich auf die Streckbank - dass ich länger werde.

Ich bin dumm, also schießt mich mit den intelligentesten Menschen des Planeten auf den Mond - vielleicht werd ich dann schlauer.

Sind denn wenigstens noch ein paar Delphine dabei? Die stinken nicht so wie die Alpakas, dass könnte man dann aber wohl den Delphinen nicht zumuten, wär wohl Tierquälerei, komisch - Sachen gibt´s die kann man nicht erklären, unfassbar.

10.03.13, 14:07:56
Link
HerrBausD
(Standard)

Es ist ein kostenloses Angebot.
Die Methode ist wissenschaftlich
fundiert und sowohl die grundlagenermittelung
als auch die technologische Entwicklung
haben Jahre gedauert und gehen weit tiefer
als ein Blick in Nachschlagewerke:-).
Wenn Ihr Sohn so berührungsempfindlich ist,
dann ist es für Ihn nichts, deshalb braucht man noch lange nicht die Etikette vergessen.
10.03.13, 15:13:57
Link
schuschu
(Angehörigenbereich)

geändert von: schuschu - 10.03.13, 15:27:13

nur weil sie die etikette wahren machts den thread auch nicht besser.

im kern spricht starke dame die wahrheit...haben sie das autismuslexikon ganz oben im forum gelesen? dann würde sich der thread erledigt haben, wenn verstanden wurde...;-)


..ich kann mir nicht helfen aber irgendwas fühlt sich ganz und gar nicht richtig an.
10.03.13, 15:26:31
Link
55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat von HerrBausD:
auf grund eines familiären Falles

Was für ein "Fall"? Ist jemand hingefallen? Oder gar die Treppe runter?
Zitat:
die Mittelohrmuskulatur wieder in die Lage
versetzten kann, so zu arbeiten, das man weniger
Geräuschempfindlich ist,

Was ist deiner Ansicht mit dieser Muskulatur passiert? Und was hat das mit Autismus zu tun? Dir ist klar, daß Autisten bezogen auf alle Sinne oft besonders sensibel sind?
Zitat:
Das Paradox ist ja, dass sehr geräuschempfindliche Menschen
Sprache schlechter verstehen als normal Hörende.

Das ist meines Wissens so nicht richtig. Man kann Quantität nicht einfach mit Qualität gleichsetzen.
Zitat:
Die Mittelohrmuskulatur wirkt wie ein adaptives Filter,
das tiefere Frequenzen durch Anspannung von
Trommelfellspanner und Versteifung der
Gehörknöchelchenkette ausfiltert.

Gut, es werden also nach deiner Darstellung tiefe Frequenzen ausgefiltert.
Zitat:
Ist dieser Filtermechanismus gestört

Mööp, Verschiedenheit mal schnell zu einer Störung abzuqualifizieren spricht nicht für denjenigen, der soetwas tut.
Zitat:
Natürlich kann die Empfindlichkeit eine Stärke sein,

Also doch keine "Störung"?
Zitat:
wir leben aber in einer Welt, in der genau das nicht
mehr benötigt wird.

Also versucht man dann den Menschen der menschengemachten Umgebung anzupassen? Erstaunlich.
Zitat:
Wer alles hört, dem entgeht dadurch das Wesentliche.

Bitte was?
Zitat:
Das Training macht auch nicht weniger empfindlich,

Oben hieß es noch tiefe Frequenzen würden dadurch weniger wahrgenommen.
Zitat:
es fördert nur die Wahrnehmung für soziale Zwischentöne.

Durchschnittlich nichtautistische Kultur in einem Autistenforum als alleine wahre und einzige Kultur hinzustellen kommt auch nicht unbedingt gut an.
Zitat:
Unsere frühesten Vorfahren haben nur überlebt,
weil sie gelernt haben in einem Frequenzband zu kommunizieren,
das für Reptilien nicht hörbar war.

Zur Zeit der Dinosaurier? zwinkern
Zitat:
Das bestätigt zu 100% die zugrunde liegenden Forschungen.

Wenn dir also ein Autist mitteilt, daß er bei sich Streß für den Auslöser hält, bestätigt es deine Theorie von der Muskelstärkung? Oder doch nicht, weil es sinnvoller wäre den Streß abzustellen?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
10.03.13, 15:28:56
Link
Bicycle
(Autistenbereich)

Zitat von HerrBausD:
Für einige ist es schon eine Herausforderung überhaupt normale Musik über Kopfhörer
zu hören [...]

Wieso ist das bei deiner Musik nicht so, sondern entspannt scheinbar gleich ab der ersten Minute, dass Kopfhörer von Anfang an nicht als störend empfunden werden und auch nicht die Musik?
Kopfhörer und "normale" Musik machen mir übrigens nichts aus.

Kannst du nachvollziehen, bei welchen es nicht stressbedingt ist, sondern tatsächlich aufgrund einer "Störung" die durch vorherige Krankheiten ausgelöst wurde?
Wird da unterschieden? Gibt es Langzeiterfolge und Rückfälle?

Ich bin nicht daran interessiert mitzumachen. Ich bin da eher ein Mensch der in sich geht und schaut woran es liegt und demnach handelt.
Aber für jemanden der nicht die Geduld hat in sich zu gehen, für den ist das vielleicht etwas.
Aber ich denke diese "Kundschaft" wirst du hier nicht so leicht finden.
10.03.13, 15:54:10
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