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«Er hat zum Beispiel jeden Augenkontakt vermieden, auch mit uns Eltern.» Zwar habe der Bub durchaus seine Wünsche mitgeteilt, aber kaum mit Worten. «Wir haben meistens verstanden, was er wollte», sagt der Vater, «und sind dann darauf eingegangen.» Das tun sie nicht mehr. Heute verlangen sie von Alois, dass er sich klar mit Worten ausdrückt. Und es geht, meistens.
Acht Stunden Spiel pro Tag
Das ist Teil einer Therapie, die neu in Muttenz angeboten wird: die sogenannte Mifne-Therapie. Mifne ist Hebräisch und heisst «Wendepunkt»; entwickelt worden ist die Behandlung von der israelischen Psychologin Hanna Alonim. In Israel steht das bislang einzige Mifne-Zentrum. Die Schweiz ist das erste Land, in dem ein zweites Zentrum eröffnet worden ist. Es wird von der Stiftung Frühintervention bei autistischen Störungen (Fias) finanziert; fachlich ist es der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Klinik der Uni Basel angeschlossen.
Die Mifne-Therapie ist eine auch für die Eltern und Geschwister ausserordentlich intensive Angelegenheit. Am Anfang steht eine dreiwöchige, stationäre Behandlung mit der ganzen Familie. Eltern, Kind und Geschwister leben in dieser Zeit in einer Wohnung in Muttenz, die zum Mifne-Zentrum gehört.
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Während des Spiels stehen Kind und Spielpartner ständig per Video und aus einem Nebenraum durch zwei grosse Einwegspiegel unter Beobachtung. Diese Beobachtung von aussen ist ein zentraler Aspekt. «Es ist verblüffend zu sehen, was sich in dem Raum abspielt», sagt Jan Petermann. «Plötzlich realisiert man Auffälligkeiten und fragt sich, warum man sie nicht schon vorher bemerkt hat.» So habe er erst in Muttenz bewusst wahrgenommen, wie sein Sohn versucht, mit anderen Leuten Kontakt aufzunehmen – und wie oft das scheitert.