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Wenn ihr die Welt retten könntet

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10.10.11, 02:09:03

Gabi

Zitat von Fundevogel:

Können Menschen über ihren Nahrungsmittelbedarf hinaus überhaupt "satt" werden und sich bescheiden?


....sie können aber die meisten wollen es nicht ... einige sind mit Millionen nicht mehr zufrieden ...es müssen Milliarden sein ... wir sind etwa sieben Milliarden Menschen ...die meisten haben nichts und für die sind ihre Kinder die Altersversorgung ...
Milliardäre haben soviel dass sie und ihre Nachkommen von denen sie oft nur wenige haben obwohl sie sie ernähren können das nie aufbrauchen werden ..sie haben das Geld um Kriege anzuzetteln ... Weltweit ... sie werden geachtet statt geächtet und daran krankt die ganze Welt und daran kann sie untergehen ... weil es einfach krank ist ...! L.G.Gabi
10.10.11, 13:29:29

PvdL

Ich denke, wenn es möglich wäre, der Menschheit die Angst vor dem Mangel zu nehmen, dann wäre sie praktisch schon gerettet und mit ihr die Welt. Es ist wohl leider diese beständige Angst, die die Menschheit an die Spitze aller Lebewesen geführt hat, die inzwischen zu ihrer größten Bedrohung geworden ist. Deshalb müßte sie jetzt aus den Herzen entfernt werden.
11.10.11, 01:30:45

Fundevogel

PvdL: 2,26 Milliarden Anhänger und nur wenige haben begriffen?

"Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn Speise? und der Leib mehr denn die Kleidung? (Lukas 12.22-31) (Philipper 4.6) (1. Petrus 5.7) 26 Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? (Matthäus 10.29-31) (Lukas 12.6-7) 27 Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget?
28 Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eins. (1. Könige 10.1) 30 So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? 32 Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet.
33 Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. (1. Könige 3.13-14) (Psalm 37.4) (Psalm 37.25) (Römer 14.17) 34 Darum sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe." (2. Mose 16.19)
11.10.11, 12:44:06

Fundevogel

"Auf die Füße kommt unsere Welt erst wieder, wenn sie sich beibringen lässt, dass ihr Heil nicht in Maßnahmen, sondern in neuen Gesinnungen besteht." Albert Schweitzer (1875 - 1965), französischer Theologe und Arzt
12.10.11, 10:29:06

drvaust

Zitat von Fundevogel:
... Albert Schweitzer (1875 - 1965), französischer Theologe und Arzt
Albert Schweitzer war Deutscher, er wurde im Reichsland Elsaß-Lothringen geboren, seine erste Sprache war Deutsch (Alemannisch) und er hatte die BRD-Staatsbürgerschaft.
(Elsaß-Lothringen gehört seit 1919 wieder mal zu Frankreich, das wechselte mehrfach.)

13.10.11, 00:40:54

Fundevogel

Das kommt davon, wenn man die Zeitung abschreibt;).
Wegen der Staatsbürgerschaftswechsel in Elsaß-Lothringen und der damit verbundenen Repressalien ist ein Teil meiner Verwandtschaft dort weggezogen ("Wenn die Deutschen die Macht hatten, dann galten wir als Franzosen, wenn die Franzosen die Macht hatten, galten wir als Deutsche, wir wurden immer als Feinde behandelt").
Sie erzählten, dass zur Zeit ihrer Neuansiedlung im Rheinland das gesamte Vermögen zurückgelassen werden musste und an den französischen Staat fiel.
Abschweifung aus Interesse: Wie kann man "die Siebenbürger" oder "die Schlesier" zuordnen?

13.10.11, 06:10:14

drvaust

Zitat von Fundevogel:
Abschweifung aus Interesse: Wie kann man "die Siebenbürger" oder "die Schlesier" zuordnen?
Was die Abstammung/Volkszugehörigkeit betrifft, hängt das von den Vorfahren und/oder dem Bekenntnis ab.
Siebenbürgen (Transsilvanien) hatte mehrfach die Staatszugehörigkeit gewechselt, gehörte lange Zeit zum 2. Reich (Heiliges Römisches Reich), gehörte aber nie zu Deutschland. Jetzt gehört es zu Rumänien.
Schlesien war ein souveräner Staat, gehörte zu Böhmen (damit zum 2. Reich), gehörte zu Preußen und zum Deutschen Reich. Zur gegenwärtigen Zugehörigkeit möchte ich mich hier nicht äußern, die völkerrechtliche Lage ergibt sich aus den Vereinbarungen der Alliierten von 1944 und 1945.

Vielleicht ist es für die Rettung der Welt wichtig, daß die Welt nicht mehr in Machtbereiche zerrissen wird. Sondern Jeder in seiner Heimat leben kann und mit den anderen Bürgern über seine Heimat bestimmen.
14.10.11, 17:37:21

PvdL

geändert von: PvdL - 14.10.11, 17:45:40

Leider werden bei der Staatenbildung selten "ethnologische Grenzen" berücksichtigt, sprich: Siedlungsgebiete. Deutschland war ürsprünglich mal definiert als das Gebiet, in dem Deutsch gesprochen wird. 'deutsch' geht zurück auf germanisch 'theodisk', was schlicht völkisch bedeutet. Es war die Sprache des gemeinen Volkes, im Gegesatz zum Lateinischen, das von den Gelehrten gesprochen wurde. Selbstverständlich ist es für die Staatenbildung auch sinnvoll, Einheiten zu schaffen, die sich volkswirtschaftlich selbst erhalten können. Aber auch letzteres scheint nur selten ein Kriterium zu sein. Um so wichtiger ist es, daß Grenzen nicht ausgrenzen.

Nachtrag: Elsaß-Lothringen war -- zumindest in der Neuzeit -- deshalb so begehrt, weil es in diesem Gebiet erhebliche Bodenschätze gab, vornehmlich Kohle.
02.12.11, 22:44:02

Leyla

Die Welt retten? Vor wem? Vor den Menschen! Ich denke die Welt wäre schon gerettet wenn wir dem Menschen austreiben könnten ständig aus dem Drang heraus zu handeln, mehr besitzen zu wollen als "die anderen". Sprich sich über Güter selbst zu definieren, statt eine geistige Reinheit anzustreben. Sowohl der einzelne Mensch als auch als Menschenrudel. Solange es seltene Güter gibt wie Edelmetalle, Edelsteine, unikate Antiquitäten etc. etc.
Wir sind nun schon über die 7 Millarden Marke geklettert. Solange es nicht für jeden einzelnen dieser 7 Mrd. Menschen meinetwegen 7 Mrd. van Gogh´s gibt ist es wohl aussichtslos. Um die Welt vor den Menschen zu retten, müssten wir ihnen ihre "Kostbarkeiten" wegnehmen.
Anschliessend würden sie sich neu sortieren müssen. Aber ich glaube nicht das sie ( schon gar nicht in einem sich gegenseitig pushenden Rudel ), eine solche Neuorientierung wohlwollend, mit Liebe und Achtsamkeit vornehmen würden.
Und so weiter und so weiter....
Das Ganze, 7 Mrd. Menschen zählende Rudel zu zähmen, ich wüsste nicht wie. Ausser vielleich mit Vorleben.
Denn trotz dieses Bildes lebe ich jeden Tag so positiv wie es geht. Ich erzähle den Menschen von Liebe, Freundlichkeit etc. wann immer es eine arme Seele hören will. Manchmal müssen Sie eben an die einfachsten Dinge erinnert werden.
Obwohl es in meinem Leben selber aktuell nicht viel zu lachen gibt. Das ist für mich schon ein bisschen "Welt retten". Und mehr kann ich im Moment nicht tun.
03.12.11, 07:25:13

Gabi

ja Leyla .. das ist ein guter anfang .. vorleben zeigen dass es auch anders geht .. auch wenn man meint dass man alleine nichts ausrichten kann aber es giebt menschen die sich gedanken machen und es für sich übernehmen aus welchen gründen auch immer .. und von denen übernehmen es auch wieder welche .. so verbreitet sich das wie ein virus und setzt einen gegenpool zu gier und geltungs bedürniss wahnsinn .. und das ist das beste was man tun kann ... L.G.Gabi
12.11.19, 00:44:19

hjqsra

Ich würde die Welt auch am liebsten von Geld und Angst befreien, so dass allen alle Ressourcen zugänglich und unendlich potentierbar wären. Aber wie und ob ich das als einzelner überhaupt könnte, keine Ahnung. Denn es wäre ja ein Übergriff, wenn es nicht alle gleichzeitig gleich gern wollten. Damit wäre ich dann ja noch Leid, was ich aber ja von der Welt befreien wollte. Ergo müsste ich dazu kein Teil mehr von ihr sein? Also Tangenzlos; error, - es sei denn von einer Sekunde zur anderen "cut". Nur was gewährleistet eine solche oder ähnliche Tangenzlosigkeit für die Zukunft? Wie würde das Universum auf die Veränderung reagieren? Man müsste Leid ggf. aus dem gesamten Universum entfernen. Allein schon, weil man nicht weiß, was es da noch so gibt und auch leiden kann. Bzw. das universelle Leid müsste sich harmonisch auflösen. Wenn das passiert, will das jeder so und auch den Weg dahin. Ich habe absolut keine Ahnung, wie das funktionieren kann. Aber ich kann die Möglichkeit auch nicht ausschließen. Und nur weil die Existenz komplex scheint, muss sie ja nicht kompliziert sein.

In abgesteckten Rahmen zu denken bringt demnach vielleicht nichts oder braucht es das anfangs automatisch wegen ggf. unterschiedlicher Begrenztheiten? Kommt auf die Umstände an? Und was ist, falls das Universum außerhalb keine hat?
Der Weg durch jede persönliche Hölle ist ein Weg durch eine Hölle. Man würde entweder mit-bewirken, dass jeder durch eine Hölle geht um hinter ihr zu stehen oder es würde irgendwie irgendwas sonstiges geschehen. Auch wenn man sich hinterher befreiter und besser fühlt mit seiner neuen Einstellung, hat man sich und andere dadurch in eine Richtung verändert, die man und andere zuvor verabscheuten.
Kann das nicht nur gut gehen, wenn das für jeden stimmig ist?

Oder könnten da Unterschiede auf Resilienz-Basen getroffen werden als Beispiel? Also dass welche sich verstärkt Lasten trauen aufzunehmen für den Weg für alle von allen Lasten weg? Luxus-Probleme gibt es meines Erachtens nämlich eher nicht, - weil was man nicht erfährt kann man ja schwierig fühlen. Man kann sich nur ein Abbild-Gefühl aus seiner eigenen Rechner-Beschaffenheit erstellen, wenn man dazu eine Möglichkeit hat. Und dann ist das ggf. auch noch Ansichtssache.
Aber selbst annähernde Selbst-Aufopferung im Einvernehmen mit anderen wäre ja auch übergriffig und im Geheimen unehrlich. Kann sich Leid durch zunächst ungleichmäßige Verteilung auflösen oder schlägt das immer wieder irgendwo zurück? Sollte man über so etwas überhaupt weiter nach denken?

Wenn man alles reine Leid, - also die Angst des Universums in einen fortan sicher für ewig unabhängigen Raum katapultieren könnte, würde es sich dort in sich auflösen? Ich denke ja.

Welche Ängste könnten wir alle aktuell guten Gewissens ablegen?
Oder wie könnten andere Wege aussehen?

Vielleicht könnten wir alle gut ohne die Angst im Alter am Alter zu sterben leben, weil wir das gefühlt nicht verhindern zu können scheinen oder zumindest mit Angst nicht? Ich bin mir nicht sicher. Mir fallen dazu gerade vielerlei abschweifende Themen ein, z. B. „Gedankenkraft“.

Alternativ?
15.11.19, 08:35:08

Q9FOB

Leid kann entstehen, indem Menschen Entscheidungen gegen ihre eigene seelische Intaktheit treffen. Indem sie gedanken-, rücksichtslos gegenüber anderen sind. Das hat eine seelische Ursachenebene, die wie mir scheint letztlch nichts mit materiellem Ressourcenmangel zu tun haben dürfte.

Was wäre der Mensch, wenn er gezwungen wäre rücksichtsvoll gegenüber anderen zu sein?
 
 
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