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Status wichtig?

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31.08.06, 13:01:52

Goldloeckchen

Hallo,

mich beschäftigt welchen Stellenwert der Status und das Ansehen einer Person bezüglich der Freund- und Partnerschaftswahl haben. Persönlich habe ich innerhalb "autistischer Kreise" gute Erfahrungen gemacht, nämlich, dass ich trotz nicht passender "Parameter" gut angenommen wurde. Das ist in der konventionellen Gesellschaft hingegen nicht so selbstverständlich wie mir scheint; Entweder wird man abgelehnt oder komplett ignoriert und das nicht nur wegen der "unneurotypischen Verhaltensweisen", die kommen höchstens erschwerend hinzu.

Sheila
31.08.06, 18:17:47

Warhead

Komisch...eigentlich heisst es ja Frauen würden sich einen Partner suchen der oberhalb ihres Statusses angesiedelt ist,das mag bei Nt's oder was auch immer zutreffen.
Ich war mit Anwältinnen zusammen,Psychologinnen die im Nebenfach technische Informatik und Erziehungswissenschaften studiert haben.Galeristinnen,Bildhauerinnen,Lehrergesocks,ne Physikerin am Max Planck Institut.Und eine Medizinerin erkor mich als Producer ihres Wunschkinds aus.
31.08.06, 18:48:59

Goldloeckchen

geändert von: Goldloeckchen - 31.08.06, 18:49:41

:) Mit anderen Worten: Wirklich intelligente Menschen scherren sich nicht um den Status seines Partners? Ja, könnte sogar zutreffen wenn ich bedenke, dass die Leute die mich ausgrenzen zwar Wissen und Bildung besitzen aber ein Minimum an Intelligenz.
31.08.06, 19:16:37

Warhead

So ähnlich.Ich bin im Grunewald aufgewachsen,alle stinkreich,jeder zweite hat nen Porsche als Zweitwagen neben seinem BMW oder Daimler stehen,die anderen sind wohl schon auf Hubschrauber umgestiegen.Irgendwo muss ja das ganze Erbe hin.
Anfang der 80er kamen die ganzen Boat people her,emigrierte Vietnamesen.Da haben sie eine Riesenvilla genommen,Vierzig Zimmer oder so,und die alle da reingestopft.
Die Kids gingen dann also auf die Schule.Jede Klasse hat zwei bekommen.Wir hatten einen An und einen Dan.Das waren auf Anhieb die Klassenbesten,bis auf Deutsch,machte aber nix,das lernten die schnell.Die waren sofort integriert.Ich fragte dann,im Angesicht meiner Mathefünf und seiner Matheeins wielange er gepaukt hat und ob ich mit ihm lernen könne.Die Schlitzaugen weiteten sich zu grossen Kugeln."lernen?""Üben?"Er hat vier Geschwister,mit denen muss er lernen,er selbst hätte dafür keine Zeit.
Egal ob Türken,Inder,Polen,Perser,die wurden alle aufgesaugt,da hat keiner auf die Hautfarbe geschaut.
Im Grunewald achtet man darauf ob du was in der Birne hast,man achtet auf Talente,auf eine gewisse Distuingiert und Soigniertheit,man achtet auf Benimm und Charme,nicht darauf was einer für Klamotten hat und mit was für ner Karre einer vorgefahren kommt.
Die Leute sind dort liberaler und offener als all diese linken und ultralinken Antifaasackgesichter die oberlehrerhaft was von emanzipatorischen Bewegungen faseln und die vor Neid platzen wenn einer mit nem Daimler vorbeifährt.Deshalb zünden sie so gerne Mercedesse an,weil sie zu doof sind einen Bugatti oder Aston Martin zu erkennen wenn er vor ihnen steht...alles schon erlebt
01.09.06, 01:09:59

DrChaoZ

geändert von: DrChaoZ - 01.09.06, 01:12:44

ich habe die beobachtung gemacht, dass meist die personen wert auf status (-symbole) legen, welche weniger intelligent sind und diese durch harte arbeit erwerben mussten. sie sind meist auch materialistischer. möglicherweise hat jeder mensch eine konstante die das produkt aus seinen lebensbedeutungen ist. intelligente personen beziehen dabei einen grossen anteil eben aus der intelligenz und sind mehr reich im geiste. belesene menschen sind reich im auswendig gelernten wissen und die die besondere talente besitzen und zum beispiel der musik oder kunst zugetan sind, ziehen ihren lebensreichtum eben aus der freude sich auf diese weise auszudrücken. die anderen ziehen ihren lebensreichtum aus materiellen dingen so fern sie dies können. ich habe ferner die beobachtung gemacht dass personen andere personen meist auch nach den selben massstäben 'messen' die ihnen selbst aus eigener erfahrung den grössten lebensreichtum mit einem gebebenen aufwand erbrachten.

also materielle menschen bewundern menschen die grosse autos fahren und ein haus haben. intelligente menschen bewundern menschen die intelligent sind. künstlerische menschen bewundern menschen die ebenfalls künstlerisch sind.

ferner habe ich die beobachtung gemacht dass man zwei klassen bilden kann:

die gegenständliche und die geistige.
kunst und intelligenz gehören dabei zur geistigen klasse.
wissen und materielles gehören zur gegenständigen klasse.

man kann sicher noch mehr lebensreichtümer idendifizieren aber ich bin mir sicher die kann man einer der beiden klassen zuordnen.

die gegenständliche klasse ist bestimmt von der möglichkeit reichtum zu erwerben oder anzueignen. die geistige klasse ist bestimmt von der möglichkeit zu verstehen.

wir sind alle wilde mischungen von all dem aber tendieren meist zu einer der beiden klassen.

die letzte beobachtung die ich nennen möchte ist die dass
scheinbar eine konkurenz zwischen den gegenständlichen klassen auf der einen seite und geistigen klassen auf der gegenüberliegenden besteht.

@warhead: der obere post wirkt aus meiner sicht ein wenig stark polarisierend. er enthält sehr viele worte die sicher in einigen ohren negativ besetzt sind. ich weiss nicht so ganz ob ich das ernst nehmen soll oder ob es als witz gemeint ist. auf jeden fall finde ich es im ton etwas daneben gegriffen, kann aber auch sein dass ich das nicht richtig einschätze weil ich ohnehin mit solchen einschätzungen schwierigkeiten habe.

nachtrag:
mit klassen beziehe ich mich nicht auf soziale klassen sondern verwende es als einen abstrakten begriff um die lebensreichtumquoeffizientenbestandteile zu sortieren.
01.09.06, 09:24:36

Goldloeckchen

geändert von: Goldloeckchen - 01.09.06, 09:25:35

v.a. wundert es mich, dass vieler Leute Leben sich nach den Bestreben von Prestigeobjekten richtet. Es gilt laut allgemeiner Meinung ein möglichst ökonomisches erfolgreichen Stand zu erreichen und wenn das Potenzial/die Kapazität zu gering ist dann stellt sich schnell der Frust ein und das Leben ist nicht mehr lebenswert, Depressionen kehren ein. Ich frage mich: Warum? Es gibt doch so viele andere Dinge für die es sich zu Leben lohnt.
Ich möchte keineswegs behaupten, dass Geld völlig unwichtig sei, das wäre Humbug aber für mich haben Dinge einen funktionellen Wert und müssen nicht unbedingt schön sein bzw. anderen imponieren. Natürlich besitze auch ich ein gewisses Maß an Ästhetik, nur muss es mir gefallen und nicht anderen. Viele lassen sich schließlich bei ihren Kauf von der aktuellen Mode verleiten.
02.09.06, 00:52:59

Warhead

Ich kenne da zwei Kunstsammler,selbst Künstler,der eine Bildhauer,der andere Maler.Beides betagte ältere Herren.
Beide hätten alleine von ihrer Kunst gut leben können,beide wollten aber mehr.Sie wollten sich mit Kunst,mit Ästhetik,mit Form umgeben.Und zwar nicht ausschliesslich mit den Dingen die sie selbst schufen,sondern auch mit dem was anderen Geistern entsprang,dabei wollten sie auch qua Netzwerk andere Künstler fördern,in den Vierziger Fünfziger Jahren völlig undenkbar.So schufen sie die Vorraussetzungen um ihre Ziele zu erreichen.Beide übrigens vollkommen unabhängig voneinander hatten das gleiche Ziel ohne sich jemals über den Weg gelaufen zu sein.Damals war der einzige Sammler von Bedeutung und Sachverständnis Peter Ludwig,der Schokoladenludwig aus Köln.
Also ackerten beide für ihren Erfolg.Mit dem Geld kamen grössere Häuser-um mehr Kunst in ihnen aufzubewahren.Auch die Autos wurden grösser,so liess liessen sich auch problemlos grössere Bilder durch die Gegend kutschieren.Ende der Sechziger wurde schliesslich alles angekauft was ging,es gab schliesslich wieder genügend Künstler,aber nach wie vor kaum Sammler.Sie kauften nicht nur so viel das die schaffende Kunst kaum nachkam,sie mäzenierten auch Ateliers,Materialien,Speis und Trank.Bis die darbenden Kunstschaffenden auf eigenen Beinen stehen konnten.Die sassen damals am Moritzplatz,von ihrem kompromisslosen Lebensstil her,ihrem aufgesetzt-poltrigem Auftreten her,den schrillen Klamotten die sie trugen kann man glatt sagen wars ne Punkavantgarde.Sie konnten sichs leisten,denn sie waren gut,sie hatten Zukunft auch wenn jeder Galerist den Kopf schüttelte,sich jedem Kritiker die Augen ausstülpten,aus den Feulletons Hass und Häme herausquollen,die anderen Sammler sie beständig ignorierten und ständig Staatsanwälte anrollten um Beschlagnahmeaktionen zu starten.
Diese Chaosateliergemeinschaft hatte einen Namen.Die Neuen Wilden.Salome,Rainer Fetting,K.H.Hödecke,Martin Kippenberger,Elvira Bach.
Diese beiden älteren Herren bedeuten die Statussymbole die sich anhäuften gar nichts.Im Gegenteil,wurde schon öfters das eine oder andere Auto oder Grundstück hergeschenkt für darbende Ateliergemeinschaften ohne irgendwelche Leistungen zu verlangen.Bilder wurden versteigert und der Erlös wurde finanziell klammen Off und Off-Off Theatern zugeschoben,ohne das die Öffentlichkeit davon gross erfuhr.
Oh es gibt eine Menge Leute, deren Streben endlich einen Ferrari als Zweitwagen neben dem Bentley stehen zu haben,mit Erfolg gekrönt wurde.Diese Leute sind mitunter unglücklicher als die breite Masse derer deren Streben nicht den gewünschten Erfolg zeitigte.Auch dort kehren Depressionen ein,Depressionen die nicht mit dem Anhäufen von noch mehr luxuriösen bis vollkommen dekandeten Prestigeobjekten kompensiert werden können.Der Sohn von Axel Springer,als Axel Simon hat er sich einen Namen als Photograph gemacht den nur eingeweihte Insider mit Nachnamen kannten.Schwer depressiv setzte er seinem Dasein in einer sturmgepeitschten Sylter Nacht ein Ende.
Der Geist will beschäftigt werden,mit Literatur,Theater,Kunst,Musik.Das Raffen und Horten von Gütern und Geschmeide allein hat nur die niederträchtigsten und unkritischen Geister halbwegs befriedigt.
Das letzte Wort von Citizen Kane-Rosebud.
Er hauchte es von seinen Lippen,alleine und gelangweilt in einem riesigen Schloss gestopft bis unter die Zinnen mit Kunst die er raffte um des Besitzes wegen.
02.09.06, 11:44:09

Goldloeckchen

geändert von: Goldloeckchen - 02.09.06, 11:45:15

Zitat:
Auch dort kehren Depressionen ein,Depressionen die nicht mit dem Anhäufen von noch mehr luxuriösen bis vollkommen dekandeten Prestigeobjekten kompensiert werden können


Ja, daran habe ich zunächst einmal gar nicht gedacht. Das ist dann wohl der Beweis dafür, dass Reichtum ebenso wenig wie Armut die Psyche stabilisiert, ja sich sogar negativer darauf auswirkt als die Armut. Unzufriedenheit durch Käufe/Geld kompensieren zu wollen ist nicht gerade eine effiziente Methode, da wäre es sicher ratsamer erstmal nach den wahren Gründen seiner Unzufriedenheit zu suchen; Ich glaube nicht daran, dass ein geringes Einkommen der Grund für Depressionen sind und wenn dann muss die finanzielle Miesere so groß sein, dass man vor den existenziellen Ruin steht ansonsten ist der Wunsch nach Statussymbolen lediglich eine Projektion unserer Gesellschaft.
02.09.06, 19:40:01

DrChaoZ

"Das ist dann wohl der Beweis dafür, dass Reichtum ebenso wenig wie Armut die Psyche stabilisiert, ja sich sogar negativer darauf auswirkt als die Armut. Unzufriedenheit durch Käufe/Geld kompensieren zu wollen ist nicht gerade eine effiziente Methode, da wäre es sicher ratsamer erstmal nach den wahren Gründen seiner Unzufriedenheit zu suchen;"

da stimme ich dir voll und ganz zu Sheila.
der weg zum glück ist eben nicht der möglichst viel reichtum anzuhäufen im sinne des materiellen. wenn man mit 70+ jahren einmal auf dem totenbett liegt und über sein leben nachdenkt, dann stelle ich mir zwei scenarien vor:

1. man ist reich in materiellen dingen aber innerlich ist man kaum noch als man selbst existent. man hinterlässt auf der welt viele güter die den bezug zur eigenen person verlieren werden.

2. man ist reich in geistigen dingen und deshalb innerlich erfüllt. man hat auf der welt gelebt und die welt hat die innere welt geprägt. man hinterlässt gedanken in der welt die direkt aus dem inneren kommen. möglicherweise bemerken dies die anderen menschen nicht, weil ihnen der zugang zu diesen gedanken fehlt, aber für sich selbst ist es eben nun unumkehrbar. man war da. in dieser welt und war offen für sie und hat daher <gelebt>.
03.09.06, 05:42:39

Warhead


Den Ruin hab ich schon hinter mir,da sollte es eigentlich wieder aufwärts gehen.Ein Tiefpunkt war erreicht als ich in den Bau wanderte...wegen Schwarzfahren...Der ganze Knast war gestopft mit Schwarzfahrern,naja Schwarzfahrer waren es nur zu sechzig Prozent,der Rest sass wegen Gras,Falschparkens,Alimente nicht zahlen kann und anderen Verliererdelikten.Aber auch dort musste ich alles toppen.Ich sass über Zweitausend Euro in zweieinhalb Monaten ab.Da gabs arme Schweine die hatten einen Tagessatz von drei Euro und Sechshundert Geldstrafe.
Immerhin gabs ne gepflegte Bücherei.

Diese beiden Optionen sagen mir beide nicht sonderlich zu.
Theaterbesuche,Salonbolschewistenrunden,Cinemathik,Reisen abseits eingelatschter Pfade,ein wenig optischer Zierrat fürs Domizil,gute Schuhe,bessere Socken,gutes und gesundes Essen.Nichts davon ist Luxus,Luxus ist es für Socken fünf Euro für zehn Paare zu kaufen die nach der zweiten Wäsche bretthart und löchrig sind.Nachhaltiger Geiz kauft Socken die zehn Euro pro Paar kosten und drei bis vier Jahre halten.Fakt ist das es sich nicht sonderlich angenehm lebt wenn der Geist auf kulturellen Input,ich rede nicht von 150 Fernsehprogrammen und MacDonalds,angewiesen ist und das nötige Kleingeld fehlt.
Die Kompensierer können mit derlei Dingen nun gar nichts anfangen,sind aber darauf angewiesen die geistige Substanzlosigkeit,die Defizite,die innere motivlose Öde,mit Materie zu füllen aber dennoch ständig in Unrast zu sein,auf der Flucht vor diesem inneren Nichts.Diesen Zustand gewahr werden lassen,das durch ständiges Gewerkel,geraffe und Güterangehäufe verhindern.Güter die nichtmal durch Präzision und Qualität bestechen.
03.09.06, 22:27:56

DrChaoZ

geändert von: DrChaoZ - 03.09.06, 22:38:17

@warhead:
bezüglich der beiden scenarien:
es ist gut möglich dass es noch weitere gibt, die keiner der beiden kathegorien angehören. worauf ich eigentlich hinaus wollte: es liegt an jedem wie das leben ist, denn man selbst gestaltet ist. und auch wenn die super sozialen flachmenschen sich immer freundlich und zugetan geben, wirklich helfen können sie nicht. nicht nur weil ihnen der zugang zur inneren welt fehlt die in jedem steckt, sondern auch weil die meisten davon sich nur für ihre eigenen probleme interressieren. sie mögen es zwar nicht sagen aber auch für sie ist es zu helfen eine grosse belastung. und der mensch ist sehr bequem, weil effiziente systeme im durchschnitt erfolgreicher sind.

bezüglich deines gefängnisaufenthaltes habe ich einige fragen:
wie haben die einsitzenden so auf ihr äusseres geachtet? wie war es mit ADHS sich in einem sozialen gewitter aufzuhalten?
wie hast du dich in dieser situation verhalten? welche probleme gab es und wie hast du sie bewältigt? hast du erfahrungen mit optimismus gesammelt oder mit pessimismus und hast du beide mal in ihren auswirkungen vergleicht, dabei aber versucht eine balance zwischen emotionaler wahrnehmung und rationaler wahrnehmung zu wahren?

nachtrag: gesellschaftsform:
wir befinden uns zur zeit in einer phase der immer schneller werdenden technologischen entwicklung. diese hat starke auswirkungen auf die gesellschaft und auf jede person. alle lebensbereiche verändern sich und davon ist auch die arbeit betroffen. es stimmt, dass durch zunehmende rationalisierung immer mehr was traditionell als 'arbeit' betrachtet wird, abnimmt. diese entwicklung ist aber nicht aufzuhalten und das ist wohl auch nicht gewünscht, hätte ein künstlicher abbau oder gar ein verbot von technologien insgesamt nachteiligere auswirkungen auf das gemeinwohl. deinen vorschlag finde ich sehr gut. man muss nach neuen beschäftigungsformen suchen und sollte den menschen, auch wenn mir ihr inneres immer verborgen bleiben wird, im mittelpunkt der handlungen sehen die man tätigt. ein mensch benötigt die gewissheit dass seine existenz wichtig ist.
menschen benötigen aufgaben.

möglicherweise wird der (neo)liberalismus (wieder einmal) scheitern, aber aus dem experimentellen nachweis wissen wir dass der kommunismus nicht funktioniert wenn er auf macht und zwang, angst und terror aufgebaut ist. andererseits ist eine vollständig gleichgeschaltete gesellschaft mehr als eine horrorvision, sondern bereits in der vergangenheit gelebte geschichte. alternativen sind gefragt die den komplexen anforderungen des menschseins gerecht werden.

leben heisst aus dem erlebten zu lernen und das beste daraus zu machen. dies geht aber nur wenn man nachdenkt und sich über sich selbst klar wird und darüber was man eigentlich will. ergo: selbstreflexion. -eine fähigkeit die viele menschen im verlaufe ihres lebens verlernt haben oder niemals lernten. es ist schön inneren frieden zu leben auch wenn dies manchmal schwierig erscheint in anbetracht des alltäglichen wahnsinns der unsere innere welt umgibt.

ich wünschte geistige werte hätten zumindest den gleichen stellenwert wie materielle güter in der heutigen zeit. aber ein altes sprichwort sagt: 'der klügere gibt nach.'

ich bin lieber klüger als der lautere :)
04.09.06, 00:34:59

bellaria

Zitat von DrChaoZ:
aber ein altes sprichwort sagt: 'der klügere gibt nach.'
ich bin lieber klüger als der lautere :)


Das Sprichwort geht aber noch weiter:

Der Klügere gibt nach und festigt damit die Weltherrschaft der Dummen. ;)
 
 
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